Sensibel. Über moderne Empfindlichkeit und die Grenzen des Zumutbaren. Von Svenja Flaßpöhler

»Sensibilität ist eine zivilisatorische Errungenschaft. Im Kampf um Anerkennung unterdrückter Gruppen spielt sie eine wichtige Rolle. Aber sie kann auch vom Progressiven ins Regressive kippen. Über diese Dialektik müssen wir nachdenken, um die gesellschaftliche Polarisierung zu überwinden.« Svenja Flaßpöhler

Mehr denn je sind wir damit beschäftigt, das Limit des Zumutbaren neu zu justieren. Wo liegt die Grenze des Sagbaren? Ab wann ist eine Berührung eine Belästigung? Svenja Flaßpöhler tritt einen Schritt zurück und beleuchtet den Glutkern des Konflikts: die zunehmende Sensibilisierung des Selbst und der Gesellschaft.

ISBN 978-3-608-98335-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen



Menschheitsgeschichtlich steht die Sensibilisierung für Fortschritt: Menschen schützen sich wechselseitig in ihrer Verletzlichkeit, werden empfänglicher für eigene und fremde Gefühle, lernen, sich in fremde Schicksale hineinzuversetzen und mit anderen zu solidarisieren. Doch diese Entwicklung hat eine Kehrseite: Anstatt uns zu verbinden, zersplittert die Sensibilität die Gesellschaft. Erleben wir gerade den Kipppunkt fortschreitender Sensibilisierung?

Svenja Flaßpöhler erzählt die Geschichte des sensiblen Selbst aus philosophischer Perspektive, beleuchtet die zentralen Streitfragen der Zeit und arbeitet den Grund für die prekäre Schieflage heraus: Weil die Widerstandskraft bis heute mit kalter Verpanzerung assoziiert wird, gilt sie als Feindin der Sensibilität. Aber stimmt das? »Sensibel« ist ein hochaktuelles, philosophisches und gleichzeitig unterhaltsames Buch, das die Sensibilität dialektisch durchleuchtet und zu dem Schluss kommt: Die Resilienz ist die Schwester der Sensibilität. Die Zukunft meistern können sie nur gemeinsam. 

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

der FreitagBuch der Woche

Wollt ihr denn nur noch Weicheier sein? Die sensible Gesellschaft und ihre Dialektik. Von Udo Brandes → Nachdenkseiten 28.10.2021

Ohne Zumutung keine Erkenntnis. In ihrem neuen Buch zeichnet die Philosophin Svenja Flaßpöhler die Entwicklung menschlicher Sensibilität nach. Dabei spannt sie einen weiten Bogen, geschichtlich wie philosophisch. Ihr Fazit: Zu viel Sensibilität schadet der Erkenntnis. Moderation: Christian Rabhansl → Deutschlandfunk Kultur 23.10.2021

Svenja Flaßpöhler verliert sich im Gefühl. Die Philosophin Svenja Flaßpöhler ist das, was man "streitbar" nennt. Sie schätzt die Kontroverse, auch ihr neues Buch "Sensibel" widmet sich einem Reizthema: der Empfindlichkeit. Die politische Brisanz der Sache aber verfehlt es. Von: Beate Meierfrankenfeld → BR 21.10.2021

Die Autorin:

Svenja Flaßpöhler ist Chefredakteurin des Philosophie Magazin. Die promovierte Philosophin war leitende Redakteurin beim Deutschlandfunk Kultur, wo sie die Sendung »Sein und Streit« verantwortete. Mit Wolfram Eilenberger, Gert Scobel und Jürgen Wiebicke gestaltet sie das Programm der »Phil.cologne«, dem größten Philosophie Festival Deutschlands. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, die Streitschrift »Die potente Frau« wurde ein Beststeller.

Die Autorin auf Wikipedia

Svenja Flaßpöhler bei Richard David Precht: Sensibilisieren wir uns zu Tode? | 28.11.2021

Svenja Flaßpöhler bei Richard David Precht: Sensibilisieren wir uns
zu Tode?
→ PRECHT ARCHIV youtube 28.11.2021

Svenja Flaßpöhler: Sensibel - taz Talk meets Buchmesse Frankfurt

Svenja Flaßpöhler: Sensibel - taz Talk meets Buchmesse Frankfurt
taz Youtube 23.10.2021

 

Erstellt: 26.10.2021 - 07:23  |  Geändert: 01.12.2021 - 05:32