Ungleichheit in der Klassengesellschaft. Von Christoph Butterwegge

Sozioökonomische Ungleichheit, von den meisten Deutschen hauptsächlich in Staaten wie den USA, Brasilien oder Südafrika verortet, ist auch hierzulande stark ausgeprägt und nimmt weiter zu. Sie beschränkt sich nicht auf die asymmetrische Verteilung von Einkommen, Eigentum und Vermögen, sondern erstreckt sich auf fast alle Lebensbereiche. Christoph Butterwegge beschäftigt sich mit ihren aktuellen Erscheinungsformen, wobei neben Bildung und Wohnen die Gesundheit im Vordergrund steht. "Vor dem Corona-Virus sind alle gleich", glauben viele ...

ISBN 978-3-89438-744-0     14,90 €  Portofrei     Bestellen

Hatten Pandemien wie die Pest einst zur Eindämmung sozioökonomischer Ungleichheit beigetragen, weil sie einen Verfall der Lebensmittel-, Boden- und Immobilienpreise sowie einen Anstieg der Löhne herbeiführten, so wirkt Corona eher polarisierend: einerseits Kurzarbeit und Entlassungen für Millionen Beschäftigte oder Konkurse kleinerer Unternehmen, andererseits Extraprofite für Konzerne krisenresistenter Branchen und Bereicherung von Finanzinvestoren, die mit Leerverkäufen auf sinkende Aktienkurse spekuliert haben.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wohnungleichheit im Finanzmarktkapitalismus. Seit geraumer Zeit vertieft sich hierzulande die Kluft zwischen Arm und Reich, was zu einem sozialräumlichen Zerfall führt, weil sich der Polarisierungsprozess auch in der Raum-, Stadt- und Regionalstruktur niederschlägt. Da sich die sozioökonomische Ungleichheit keineswegs darauf beschränkt, dass die Gesellschaftsmitglieder unterschiedlich viel besitzen oder unterschiedlich hohe Einkommen haben, sondern fast in sämtlichen Lebensbereichen deutliche Spuren hinterlässt, ist davon auch das Wohnen der Menschen betroffen – heute vielleicht die Soziale Frage in Deutschland schlechthin. Von Christoph Butterwegge. → Nachdenkseiten 09.09.2020

Der Mythos vom „Aufstieg durch Bildung“. In der postmodernen Wissensgesellschaft ist Bildung zu einer Ideologie geworden, die Strukturen der materiellen Ungleichheit legitimiert. Allerdings versagt die Bildung als sozialer Gleichmacher ebenso wie als Mittel gegen die Armut. Ein Essay von Christoph Butterwegge. → Makronom 09.09.2020

Der Autor:

Christoph Butterwegge, Prof. Dr., lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und kandi­dierte 2017 für das Amt des Bundespräsidenten. Er gehört dem Gutachtergremium der Bundesregierung für den Sechsten Armuts- und Reichtumsbericht an.

Fordert starken Sozialstaat | Armutsforscher Christoph Butterwegge 
SWR1 Leute Youtube 19.11.2018

Christoph Butterwegge - Armutsforscher ARD-alpha Youtube 27.01.2016

 

Erstellt: 10.09.2020 - 21:46  |  Geändert: 02.10.2020 - 10:30

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