Der Auschwitz-Prozess auf Tonband. Hrsg. Sybille Steinbacher, Katharina Rauschenberger

Der Auschwitz-Prozess im Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Im Herbst 2017 wurden die Unterlagen des Auschwitz-Prozesses in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen, darunter auch Tonbandaufnahmen. Sie ermöglichen außergewöhnliche Einblicke in das Prozessgeschehen und lenken die Aufmerksamkeit auf die Verfolgten, die als Zeugen vor Gericht aussagten. Wie haben sie das Erlebte in den Prozess eingebracht? Wie wurden ihre Aussagen durch die Übersetzer und das Gericht interpretiert? Welche Rolle spielten die Verteidiger? Wie kam es überhaupt zur Aufzeichnung im Gerichtssaal und welche Umstände führten zur Archivierung der Bänder?

ISBN 978-3-8353-3679-7     14,90 €  Portofrei     Bestellen

Aus dem Inhalt:

- Katharina Stengel: "Heute sind wir Zeugen". Die Aussagen von Erich und Dov Kulka - Perspektiven der Verfolgten
- Peter Davies: "Neutrale" Instanz - Quelle der Wissensproduktion - Interpretatoren. Einige Bemerkungen zur Rolle der Dolmetscher im Gericht
- Eva-Lotte Kalz: "Es empfiehlt sich, insoweit das Tonband abzuhören." Strafverteidiger als vergangenheitspolitische Akteure
- Johannes Beermann-Schön: Archiv und Zufall. Entstehung und Überlieferung der Tonbandmitschnitte von Zeugenaussagen

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Inhaltsverzeichnis

Die Zeugnisse der Überlebenden. Wie war es menschenmöglich, als Holocaust-Überlebender im Auschwitz-Prozess als Zeuge aufzutreten? Und in der Sprache der Täter auszusagen? Ein Band des Fritz-Bauer-Instituts analysiert die Tonbandaufnahmen, die heute UNESCO-Weltdokumentenerbe sind. Von Luttger Fittkau → Deutschlandfunk Kultur 25.07.2020

Presse:

»spannende Hinweise, wie die insgesamt 424 Stunden lange Aufzeichnung für die weitere historische Forschung und auch für die Bildungsarbeit genutzt werden kann.« (Robert Probst, Süddeutsche Zeitung, 02.06.2020)

 

Erstellt: 04.08.2020 - 07:01  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56