11.09.2026

9/11 & the End of the Global Liberal Order | Ulrikes Panoptikum

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25 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 stellt Ulrike Guérot die Frage: Welche politischen Entwicklungen wurden durch 9/11 angestoßen – und wie haben sie die Weltordnung bis heute verändert?

Vom „War on Terror“ und den Kriegen in Afghanistan und im Irak über die politischen Umbrüche im Nahen Osten bis hin zu Migration, Brexit, Trump und dem Erstarken sogenannter populistischer Parteien in Europa spannt diese Folge einen großen historischen Bogen.

Dabei geht es auch um grundsätzliche Fragen:

Was bedeutet „liberale Demokratie“ heute eigentlich noch?
Warum geraten die traditionellen europäischen Parteiensysteme zunehmend unter Druck?
Welche Rolle spielen die USA in der liberalen Weltordnung?
Und erleben wir gerade tatsächlich den Übergang in eine neue, postliberale Weltordnung?

Ulrike Guérot stellt verschiedene Bücher und Studien vor, die diese Entwicklungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten, und lädt dazu ein, etablierte politische Gewissheiten kritisch zu hinterfragen.

Außerdem gibt sie einen Ausblick auf das **East-West Forum am 26. September in Istanbul**, bei dem internationale Gäste über die Veränderungen der globalen Ordnung diskutieren werden.

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
26min 25s
Videoautoren

Erstellt: 12.09.2026 - 13:56  |  Geändert: 12.09.2026 - 14:00

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Entlang welcher Linien sortieren sich die politischen Konflikte unserer Zeit? Unsere hergebrachten Ordnungsbegriffe scheinen mittlerweile keine sichere Orientierung mehr zu bieten. Denn heute steht häufig ein linkes Bürgertum gegen eine rechte Arbeiterschaft – und "progressiver Neoliberalismus" und kulturell rechte, aber zunehmend verteilungspolitisch linke populistische Parteien markieren die Pole einer neuen Hauptachse des politischen Konflikts. In Spaltungslinien interpretiert der Politikwissenschaftler Philip Manow diese neue Lage als Resultat der Transformation europäischer Parteiensysteme. Diese Transformation selbst, so die zentrale These des Essays, ist eine Reaktion auf die Infragestellung des Nationalstaats als jener Ebene, auf die hin sich bislang gesellschaftliche Interessen organisiert hatten.