31.05.2026

Der Petrodollar-Plan: Wie die USA ihre Kriege wirklich finanzieren – Mohssen Massarat

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auf YouTube (31.05.2026) 1:15:26

Medienpräsenz
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Prof. Dr. Mohssen Massarat lehrte Politik und Wirtschaft an der Universität Osnabrück und gilt als einer der profiliertesten Kritiker der US-Hegemonialpolitik. In seinem Buch „Anatomie der US-Hegemonie" analysiert er die tiefgreifende Krise der gegenwärtigen Weltordnung und stellt eine provokante These auf: 

Befinden wir uns am Vorabend eines neuen Zeitalters oder am Abgrund eines globalen Konflikts, weil eine untergehende Supermacht ihre Felle davonschwimmen sieht? 

Im Gespräch geht es um: 

– Anatomie der US-Hegemonie: Warum die USA wie ein globales Monopolunternehmen agieren 
– Den Petrodollar-Mechanismus: Wie Washington seine Kriege durch die Weltgemeinschaft finanzieren lässt 
– Iran als Störfaktor: Warum Sanktionen oft nur das Vorspiel für Kriege sind 
– Asymmetrische Kriegführung: Wie der Iran mit günstigen Raketensystemen westliche Überlegenheit herausfordert 
– Die Rolle Israels: Professor Massarat sieht Israel als „militärischen Arm" der USA im Mittleren Osten 
– Globale Umverteilung: Warum jährlich Billionen aus dem globalen Süden in den Norden fließen 
– Multipolarität: Warum der Aufstieg Chinas die einzige Chance für eine demokratischere Weltordnung ist. „Ich finde es unerhört, dass ein Staat die Technik der gezielten Tötung so präzise entwickelt hat, dass er einfach die Führungselite eines anderen Landes abschießen kann." Prof. Mohssen Massarat

Seine zentralen Thesen: 

– Donald Trump ist kein Zufall, sondern Symptom einer tiefen Krise der US-Macht 
– Der „Trittbrettfahrer-Imperialismus" der Europäer hat einen hohen Preis: Gehorsam und Gefolgschaft 
– Eine gerechte Weltordnung ist nur durch die Überwindung der US-Hegemonie möglich 

Ein Gespräch über Geopolitik, den Kampf um Rohstoffe und die Frage, ob Europa den Mut zur Souveränität findet. 

Zeitmarken

00:00 – „Ein unvorstellbarer Schlag“: Warum der Iran-Konflikt die US-Macht erschüttert. 
01:25 – Anatomie der US-Hegemonie: Die Weltordnung in der tiefen Krise. 
02:50 – Das Phänomen Donald Trump: Symptom eines nervösen Imperiums. 
05:35 – Israel als „militärischer Arm“: Die geostrategische Rolle im Mittleren Osten. 
08:35 – Die Dreckarbeit für den Westen: Warum die Ölstaaten gespalten bleiben sollen. 
11:30 – Neokoloniale Ölpolitik: Die Geschichte der Preismanipulation von 2$ bis 100$. 
14:15 – Geheime Agenden: Die unterschiedlichen Ziele von Washington und Tel Aviv. 
18:15 – Mossadegh bis heute: Warum der Iran seit 1953 ein „Störfaktor“ ist. 
22:10 – Das Atombomben-Märchen: Wie Netanjahu US-Präsidenten in den Krieg ziehen will. 
26:00 – Gezielte Tötung als Normalität: Ein gefährlicher Präzedenzfall für das Völkerrecht. 
28:30 – Das unterschätzte Widerstandskapital: Warum Sanktionen den Iran nicht brechen. 
32:20 – Asymmetrische Kriegführung: Wie billige Raketen die US-Militärmacht vorführen. 
37:25 – Die Rolle Pekings: Wie China vom Ende der US-Dominanz profitiert. 
38:50 – Der Petrodollar-Mechanismus: Wie die Welt die US-Rüstungsindustrie finanziert. 
44:30 – Die Achillesferse des Irans: Das Ringen zwischen Ost-Orientierung und Handelselite. 
51:55 – Der Tiefe Staat: Warum US-Politik immer gegen multipolare Weltordnungen arbeitet. 
54:40 – Die Sprache des Faschismus: Wenn Präsidenten mit Vernichtung drohen. 
57:30 – Washington als Monopolunternehmen: Wie IWF und Weltbank den globalen Süden kontrollieren. 
1:02:45 – 17 Billionen Dollar Umverteilung: Die unsichtbare Ausbeutung des Südens. 
1:06:20 – Trittbrettfahrer-Imperialismus: Warum Europa für seinen Wohlstand gehorcht. 
1:11:00 – Der Weg zur Souveränität: Kann der Euro die Vorherrschaft des Dollars brechen?

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 15min 26s
Thematisierte Personen

Erstellt: 01.06.2026 - 07:02  |  Geändert: 01.06.2026 - 07:12

verwendet von

Die Transformation von einer US-dominierten in eine multipolare Weltordnung stellt die größte Herausforderung für die Weltgemeinschaft dar. Die Gefahr eines Dritten Weltkriegs ist dabei nicht zu unterschätzen. Chinas Seidenstraßen-Projekt und die schrittweise Etablierung kontinentaler Wirtschafts- und Währungsgemeinschaften nach dem Muster der EU - begleitet von einer politisch rationalen Koordination - könnte die riesigen Stolpersteine für dieses Ziel aus dem Weg räumen.