17.01.2024

Kapitalismus ohne Demokratie | Quinn Slobodian im Gespräch

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auf YouTube (17.01.2024) 1:28:34

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Buchvorstellung: Kapitalismus ohne Demokratie. Wie Marktradikale die Welt in Mikronationen, Privatstädte und Steueroasen zerlegen wollen.

Zeitstempel

  • 00:00 – Einleitung: Tech-Milliardäre und der Krieg gegen die Demokratie.
  • 02:45 – Quinn Slobodian über die Ideologie des "Exits".
  • 05:07 – Was ist eine "Zone"? Sonderrechte unterhalb der nationalen Ebene.
  • 10:29 – Das Modell Hong Kong als historisches Vorbild.
  • 13:17 – Warum Milton Friedman sich in das Zonen-Modell verliebte.
  • 16:27 – Der Aufstieg Chinas durch "Zonifizierung" (Shenzhen).
  • 22:02 – Libertäre Bewunderung für das "Veto-freie" China.
  • 25:54 – Die Wurzeln der modernen Rechten (Hayeks Erbe).
  • 37:18 – "The Sovereign Individual": Das Drehbuch der kognitiven Eliten.
  • 43:41 – Warum Projekte wie "Prospera" bisher oft scheitern.
  • 48:05 – Trumps Pläne für "Freedom Cities" auf Bundesland.
  • 51:47 – Post-humane Zonen: Datenzentren, die keine Bürger brauchen.
  • 53:32 – Octavia Butlers Vision: Die Flucht in die Firmenstadt.
Sprache (Ton)
Englisch
Laufzeit
1h 28min 34s
Videoautoren

Erstellt: 20.02.2026 - 09:15  |  Geändert: 20.02.2026 - 10:18

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Freiheit und Demokratie, so der Investor Peter Thiel 2009, seien nicht länger kompatibel. Wer die Freiheit liebe, müsse daher versuchen, der Politik in all ihren Formen zu entkommen. Zuflucht suchen könnten Libertäre im Cyberspace, im Weltraum und auf dem offenen Meer. Das mag verblasen klingen, steht aber in einer jahrzehntealten Tradition marktradikaler Ideen: Denker wie Milton Friedman begeisterten sich für das noch unter britischer Oberhoheit stehende Hongkong; Margaret Thatcher träumte von einem Singapur an der Themse. 
In seinem Buch Globalisten hatte sich Quinn Slobodian mit Versuchen befasst, ökonomische Fragen der demokratischen Willensbildung zu entziehen, etwa durch ihre Übertragung an internationale Organisationen. In Kapitalismus ohne Demokratie geht es nun um eine andere Lösung für das von Thiel beklagte Problem: die Zerschlagung der Welt in Steueroasen, Privatstädte oder Mikronationen.