Eine ungewöhnliche, schillernde Frauenbiographie: Das erste Leben der späteren Verlegerin Inge Feltrinelli
Die junge Inge Schönthal stolpert eher in ihren Beruf als Fotografin, als dass sie ihn sich ausgesucht hat. Und doch ist es eine Fügung des Schicksals, als sie in Hamburg bei Rosmarie Pierer die Kamera zum ersten Mal in die Hand nimmt. Es klickt - und Inge stürzt sich fortan mit Mut, Ehrgeiz und Durchhaltevermögen in die männerdominierte Welt des Fotojournalismus der 1950er-Jahre.
Fotografie (Thema)
»Fidel ist Fidel«, hat der kubanische Präsident Raúl Castro über diese Fotografien gesagt, die seinen Bruder zeigen, umringt von Massen oder nah im Porträt – historische Momente, sensibel festgehalten vom renommierten Filmemacher und Fotografen Roberto Chile. Von den vielen Bildern hat er eine persönliche Auswahl für eine Ausstellung im Januar 2016 zusammengestellt, die in dieser deutschen Exklusivausgabe des gleichnamigen Fotokatalogs, herausgeben von der Tageszeitung junge Welt, gezeigt werden.
Ergänzt wird der Fotoband um eine DVD mit zahlreichen Kurzfilmen Chiles, der den kubanischen Revolutionsführer als persönlicher Kameramann zwischen 1984 und 2006 quer über die Insel und ins Ausland begleitete. An der Seite Castros hat er entscheidende Kapitel der kubanischen Geschichte für das kollektive Gedächtnis filmisch aufbereitet.
Eine Archäologie der Umbruchszeit
Der mit dem Ende der DDR und der deutschen Vereinigung verbundene gesellschaftliche Wandel im Osten hat viele Facetten und Gesichter. Er manifestiert sich im Umbau der politischen Verhältnisse, hat sich in Lebensgeschichten und Biografien eingeschrieben und wird als eine bis ins Heute nachwirkende Zäsur erzählt.
Die erste Biografie über Heinrich Hoffmann, den Fotografen, Propagandisten und engen Vertrauten Adolf Hitlers.
Unser Bild von Adolf Hitler wird bis heute entscheidend von den Fotografien eines Mannes geprägt: Heinrich Hoffmann. Der Münchner Fotograf war Nationalsozialist der ersten Stunde und stellte seine beruflichen Fähigkeiten rasch in den Dienst der Partei. Seit den frühen 1920ern prägten seine Aufnahmen das visuelle Image der NSDAP und ihres »Führers«, den Hoffmann im Sinne der NS-Propaganda inszenierte.
Wo waren Sie letzten Frühling?
In Russland, im Donbass. In der Volksrepublik Donezk, im Rücken der Front. Auf der russischen Seite.
Nur auf der russischen Seite?
Schon wird die Reiseunterhaltung explosiv, denn es herrscht Krieg. Im Osten Europas und in den Köpfen. Die westlichen Medien berichten fast ausschließlich von der ukrainischen Seite. Aber stimmt alles, was uns erzählt wird? Findet eine Gegendarstellung überhaupt statt? Haben wir nicht gelernt: Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit?
Um der Wahrheit auf den Grund zu gehen, begab sich Bestsellerautor Flo Osrainik auf eine Reise von München bis an die russische Front nach Donezk.
Die Ausstellung im Museum Eberswalde und das begleitende Katalogbuch stellen die Lebenswege der Fotografin Ellen Auerbach (1906-2004), die in den späten 1920er Jahren das renommierte Berliner Studio ringl+pit mitbegründete, und der in Dresden gebürtigen Grafikerin Lea Grundig (1906-1977) einander gegenüber. Beide waren aufgrund ihrer jüdischen Herkunft gezwungen, Deutschland in der NS-Zeit zu verlassen und in Palästina Zuflucht zu suchen. Beiden ist gemeinsam, dass sie Palästina in den späten 1940er Jahren wieder verlassen haben. Ellen Auerbach fand in den USA, Lea Grundig in der DDR ihre letzte Heimat.
Der Surrealismus war nicht nur eine Kunstbewegung - er war eine politische Kraft. Surrealist:innen kämpften gegen Faschismus und Kolonialismus, unterstützten die Spanische Republik und hinterließen ein Erbe radikaler Poesie, Malerei, Fotografie und kritischer Theorie.
Edward Sheriff Curtis (1868-1952) hat sein Leben der selbst gestellten Aufgabe gewidmet, das kulturelle Erbe der indigenen Völker Nordamerikas mit der Kamera zu bewahren. Während drei Jahrzehnten war er in allen Regionen des Kontinents unterwegs, in jedem Terrain und bei jedem Wetter, bei 50 Grad Hitze in der Mojave-Wüste oder 20 Grad Kälte in der Arktis, zu Fuß, mit Pferd, Wagen, Esel, Boot, Zug oder später auch mit dem Auto. Über 40.000 Fotos sind in dieser Zeit entstanden.
Dieses Bundle enthält die beiden Bände von Linda Hentschels Studie »Schauen und Strafen«: Band 1: »Schauen und Strafen. Nach 9/11«, erschienen im Juli 2020 und Band 2: »Schauen und Strafen. Gegen Lynchen«, erschienen im März 2021.
Das erste Buch zur Visualität von Krieg und Terror umfasst die Zeitspanne der terroristischen Anschläge in New York 2001, der anschließenden Militärinvasionen in Afghanistan und Irak, der Folterungen in Abu Ghraib 2004 bis zur Tötung Osama Bin Ladens 2011. Das zweite Buch zieht die historischen Linien der Lynchfotografie in den USA zwischen 1880 und 1950 nach und kontextualisiert sie erstmals mit einer visuellen Kulturgeschichte des Melodramas.
Für Thomas Billhardt spielte die Fotografie schon früh die Hauptrolle in seinem Leben. Im Alter von 14 Jahren begann seine Mutter, ebenfalls Fotografin, ihn auszubilden. Nach einem Studium in Magdeburg begann er 1959 ein zweites Studium zum Fotografiker und Fotodesigner an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Seine Diplomarbeit 1963 über den Alexanderplatz in Berlin sollte ein Vorbote dafür sein, dass er zeit seines Lebens immer wieder an diesen historischen Ort zurückkehren sollte.