Körber-Stiftung (Medienpräsenz)

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Warum ein Grundeinkommen die Gesellschaft besser macht 

Die besten Zeiten liegen noch vor uns – sagt Volkswirtschaftler Thomas Straubhaar. Im Gespräch mit Diana Huth stellt er seine Idee für eine bessere Gesellschaft vor: ein Grundeinkommen für alle, vom Säugling bis zum Greis. Der Staat investiert nicht länger in die Verwaltung des Mangels, sondern in die gerechte Behandlung aller Bürger. Und er erklärt, warum er überzeugt ist: Mehr Wohlstand für alle ist möglich. Die ökonomische Lage der Menschen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten massiv verbessert, Lebenserwartung und -standard sind gestiegen. Dazu haben vor allem technische Innovationen beigetragen, die auch in politisch schwierigen Zeiten die Wirtschaft vorangebracht haben. Warum sollte also ein Trend, der sich über Jahrhunderte als richtig erwiesen hat, gerade heutzutage nicht mehr gelten? Woher Straubhaar seinen Optimismus nimmt, das kann man im ersten Körber-Kurzpodcast „Gesellschaft besser machen“ erfahren.

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Der gebürtige Schweizer Thomas Straubhaar ist Professor für Volkswirtschaftslehre der Universität Hamburg und Direktor des Europa-Kollegs Hamburg. Am 7. März 2016 erscheint seine Streitschrift »Der Untergang ist abgesagt. Wider die Mythen des demografischen Wandels« in der edition Körber-Stiftung. Beim Politischen Mittag im Berliner Hauptstadtbüro hat Straubhaar ausgewählte Thesen seines Buches einem hochrangigem Kreis von politischen Entscheidern vorgestellt. Im Interview spricht er über seine persönliche Sicht auf den demografischen Wandel.

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Unter diesem Titel veröffentlichte der Journalist Sven Felix Kellerhoff ein Buch über Hitlers antisemitische Propagandaschrift. 70 Jahre nach seinem Tod darf »Mein Kampf« wieder gedruckt werden. Erhält dadurch die neue Rechte Auftrieb? Kellerhoff spricht mit dem Historiker Axel Schildt über Entstehung und Wirkung des Buches, entzaubert Mythen und wagt einen Ausblick auf den künftigen Umgang mit dem Machwerk. Moderation: Susanne Beyer, Der Spiegel

1:33:34

Was wissen Sie über Ihr Gedächtnis? Wahrscheinlich, dass Sie sich nicht immer darauf verlassen können. Was noch? Es funktioniert wie ein Mosaik, setzt Fragmente zu einem Bild der Vergangenheit zusammen. Die Rechtspsychologin Julia Shaw beweist, dass wir dabei auch Ereignisse einbauen, die wir nie erlebt haben! Das kann im Alltag ulkige Folgen haben, sehr dramatische aber etwa in der Traumabehandlung oder Polizeiarbeit. Im KörberForum erklärte sie zur Deutschlandpremiere ihres Buches »Das trügerische Gedächtnis« (False memories) im Gespräch mit Moderator Martin Meister, Körber-Stiftung, die wahnwitzigen Mechanismen des menschlichen Gehirns.

1:41:46

„Deutsche Außenpolitik ist werteorientiert und interessengeleitet“. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Leitsatz deutscher Diplomatie wieder Konjunktur. Doch er gilt nicht nur als Grundsatz deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, sondern hat zunehmend auch Einfluss auf Handelsbeziehungen – und scheint nicht immer leicht umsetzbar zu sein.

Klaus von Dohnanyi hat sich mit seinem neuen Buch „Nationale Interessen“ positioniert: Auf „Wertegemeinschaften“ oder „Freundschaften“ könne man nicht vertrauen, Deutschland und Europa müssten vielmehr offen ihre eigenen, wohl verstandenen Interessen formulieren und mit Realismus verfolgen. In einer Welt des rapiden machtpolitischen und technologischen Wandels fordert er eine strategische Neuorientierung für unser Land.

Sind Werte und Interessen wirklich unvereinbar? Welche Strategie ist in Krisenzeiten die richtige? Die Politologin Jana Puglierin ist eine der bekanntesten Analystinnen deutscher Außenpolitik. Seit der russischen Invasion kommentiert sie die deutsche Zeitenwende und entwickelt Strategien für Deutschlands sicherheits- und verteidigungspolitische Ausrichtung. Das Gespräch moderiert der Journalist Matthias Iken.