Die Zukunft der Friedensethik steht auf dem Spiel: Der Krieg in Europa und asymmetrische Konflikte weltweit bringen das Konzept in Bedrängnis. Die Beiträger_innen stellen sich dieser Herausforderung und entwickeln Entwürfe für ein positives und umfassend formuliertes Friedensverständnis. Sie beleuchten verschiedene Zugänge sowie die gegenwärtige Entwicklung der Friedensethik und diskutieren aktuelle Probleme. Anhand des Israel-Palästina-Konflikts, des Kriegs in der Ukraine, der europäischen Asyl- und Migrationspolitik sowie konkreter Praktiken der regionalen Friedensarbeit im deutschsprachigen Raum wird deutlich: Eine neue Friedensethik ist nötig und möglich.
Josef P. Mautner (Jahrgang 1955) ist ein österreichischer Literaturwissenschaftler und katholischer Theologe, der sich in Forschung und Lehre mit literarischen, theologischen und kulturkritischen Fragestellungen befasst. Er ist Mitglied im Koordinierungsteam der Plattform für Menschenrechte Salzburg und fungiert zudem als Menschenrechtsbeauftragter der Katholischen Aktion Salzburg, wo er sich für den Dialog zwischen Kirche, Zivilgesellschaft und Menschenrechtsarbeit engagiert. In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit verbindet Mautner literaturwissenschaftliche Analysen mit theologischer Reflexion.