Stephan Suschke (Jahrgang 1958) ist ein deutscher Theaterregisseur und Hochschullehrer. Er studierte Theaterwissenschaft und arbeitete zunächst als Regieassistent am Berliner Ensemble, wo er eng mit Heiner Müller zusammenarbeitete. Nach Müllers Tod übernahm Suschke die Aufgabe, dessen Inszenierungen weiterzuführen und zu betreuen. In den folgenden Jahren inszenierte er an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen, darunter in Berlin, München und Wien, und setzte sich insbesondere mit klassischer und zeitgenössischer Dramatik auseinander. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Auseinandersetzung mit dem Werk Heiner Müllers sowie auf politischen und literarisch anspruchsvollen Stoffen. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ist Suschke als Professor für Schauspiel und Regie tätig und vermittelt theaterpraktische und theoretische Inhalte.

Wikipedia (DE): Stephan Suschke

Theaterregisseur Stephan Suschke: «Sehr geehrter Herr Hofreiter, Sie sollten endlich die Waffe ergreifen und unsere Freiheit am Dnjepr verteidigen.» Mit diesem Brief richtete sich der Theaterregisseur Stephan Suschke in der Berliner Zeitung an den Grünen-Politiker und Bundestagsabgeordneten Anton Hofreiter. Wir dokumentieren den Text im Wortlaut. Weltwoche 18.03.2024

20.11.2020 , Deutsch

Am 12. Dezember versammelt Brecht die Schauspieler des Berliner Ensembles im Zuschauerraum. Zwei Tage später beginnt er mit den szenischen Proben zu seinem Stück »Leben des Galilei«, wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes zumeist nur von zehn bis zwölf Uhr. Im März unterbricht er die Probenarbeit und wird sie nicht wieder aufnehmen. Er stirbt im August 1956. Der Regieassistent Hans Bunge hatte während der Proben ein Tonbandgerät aufgestellt, und so entstand ein einzigartiges Dokument, das den Mythos der Theaterarbeit Brechts in neuem Licht erscheinen lässt.

ISBN 978-3-940018-96-0 20.11.2020 29,00 € Portofrei Bestellen (Audio-CD)