Odessa: Die wahre Geschichte Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher. Von Uki Goñi

Der Name "Odessa" steht für eines der irritierendsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte: die massenhafte Flucht namhafter NS-Kriegsverbrecher - unter ihnen Adolf Eichmann, Klaus Barbie und Josef Mengele -, die sich mithilfe eines hoch organisierten Netzwerkes der Gerichtsbarkeit entziehen konnten. Der argentinische Journalist Uki Goñi hat auf der Basis langjähriger Recherchen rekonstruiert, auf welchen - Rattenlinien genannten - Fluchtrouten und mithilfe welcher staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen es Tausenden von Nazis, Ustascha-Faschisten und Vertretern anderer europäischer Kollaborationsregime gelang, nach Lateinamerika zu entkommen.

ISBN 978-3-935936-40-8     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Goñis Standardwerk legt erstmals den Blick auf das gesamte Panorama dieser komplexen Operation frei. Hauptaufnahmeland und zentrale Drehscheibe war das Argentinien unter Juan Domingo Perón. Die Fluchthilfeorganisation verfügte über Basen in Skandinavien, Spanien und Italien, aktive Hilfe leisteten Schweizer Behörden - und im Vatikan liefen alle Fäden zusammen.

Mehr Infos...

Antisemitismus in Argentinien, wo jüdische Flüchtlinge oft nur heimlich oder mit gefälschten Papieren in das Land einreisen konnten. Dreiteiligen Artikelserie von Theo Bruns, dem Übersetzer des Buches:
Teil 1 beschreibt den  Theo Bruns, Argentinien und die „Unerwünschten“, ila 298, September 2006
Teil 2 über die größte Fluchthilfeoperation der Kriminalgeschichte, ila 299, Oktober 2006
Teil 3 beschreibt, wie die katholische Kirche Nazis und Kriegsverbrecher nach Südamerika schleuste, ila 301, Dezember 2006

... die Rolle des Vatikans ist absolut skandalös.“ Ein Gespräch mit dem Verleger Theo Bruns Humanistischer Pressedienst 13.10.2006

Die Mauer des Schweigens ist noch intakt. Interview des Lateinamerikaexperten der taz mit Uki Goñi.  taz, 26.7.2006

Argentinien ist im öffentlichen Gedächtnis mehr noch als andere südamerikanische Länder mit der Flucht von Nazitätern nach Kriegsende verbunden,weil Schwerstbelastete wie Adolf Eichmann undJosef Mengele dort aufgespürt wurden. Rezension von Bettina Birn → hsozkult 007-4-07

Die Flucht über den Atlantik. Perón, die katholische Kirche und die Nazis. Von Stefan Thimmel → INKOTA Netzwerk 09/2006

Presse:

Das Buch gehört für mich zu den wichtigsten 2006 in Deutschland erschienenen Publikationen. Karl Heinz Jahnke, Studienkreis Deutscher Widerstand, Informationen 6 Der Autor besaß die Energie, Zähigkeit und Ausdauer, gegen alle politischen Blockaden und Archivprobleme die Geschichte der »Rattenlinie« so zu rekonstruieren, dass sie nun auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr angezweifelt werden kann. Anne Klein, Tribüne, Heft 182, 2. Quartal 2007

Goñi erzählt eine Geschichte über sehr böse Männer, fast – wüsste man nicht, dass es sie wirklich gegeben hat – wie im richtigen Thriller. Jörg Später, Süddeutsche Zeitung, 5.2.2007

Goñis Buch ist gut lesbar, denn es ist spannend geschrieben und wurde von Theo Bruns und Stefanie Graefe vorzüglich ins Deutsche übersetzt. Was die Geschichte der „wahren Odessa“ über die Rekonstruktion der historischen Fakten hinaus interessant macht und was zugleich wie ein Subtext des Buches gelesen werden kann, das ist sein aufklärerischer Aktualitätsbezug. Ahlrich Meyer, Sozial.Geschichte, Heft 1/2007

Der argentinische Journalist und Historiker Uki Goñi widerlegt in seinem atemberaubenden Buch über die Rattenlinie die gängige These, dass niedere Chargen des Vatikans im Alleingang Hunderte von Verbrechern aus Europa fliehen ließen. ... Uki Goñi belegt auf 400 eng bedruckten Seiten, dass die Wirklichkeit aufregender ist als jeder Thriller. Christian v. Ditfurth, Die Welt, 4.11.2006

Goñi hat mit „Odessa“ ein faszinierendes Buch geschrieben, das manch überraschendes, manch unschönes Detail ans Tageslicht bringt. Ralf Balke, Über Rattenlinien, Tagesspiegel, 02.10.2006

Seine verdienstvolle Untersuchung ist ein für die argentinische Diskussion unverzichtbares Exempel historisch exakter Erinnerungsarbeit. Sie verlangt auch der europäischen Linken eine Reflexion des linken Populismus des Generals Péron ab. Jan Müller, Stranger than Fiction, literaturkritik.de mehr ... Mit Hilfe eines hoch organisierten Netzwerkes konnten Adolf Eichmann, KZ-Arzt Josef Mengele und viele andere Nazi-Schergen der Strafverfolgung entkommen. Eine wichtige Drehscheibe war die Schweiz. In einer umfassenden Studie hat der argentinische Historiker Uki Goñi das ganze Ausmass des Fluchtroutensystems von der Schweiz über Italien nach Argentinien enthüllt. SF 1 / Kulturplatz ( Schweizer TV), 07.06.2006

Der argentinische Journalist und Autor Uki Goñi hat nach langjährigen Recherchen ein Standardwerk geschrieben über die Fluchthilfe-Netzwerke, die es nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zahlreichen NS-Kriegsverbrechern ermöglichten, in Südamerika unterzutauchen. Die Akte Odessa, aspekte/ZDF, 26.05.2006

Es ist verdienstvoll, dass mit diesem Buch auch bei uns zulande wenigstens ein Teil der Mauer des Schweigens eingerissen wird. Peter Wien, arte

Uki Goñis "wahre Geschichte" über das Netzwerk Odessa zeigt, wie der argentinische Staat hunderte Nazi-Größen nach Amerika holte Anke Schwarzer, Eichmanns Fluchthelfer, Frankfurter Rundschau, 03.01.2006

Der Autor auf Wikipedia

ORF kreuz und quer: Die Rattenlinie → Ingo Tisch Youtube 06.05.2015

 

Erstellt: 17.05.2020 - 09:17  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56

Autoren: 
Verlag: