Die Organisation des Terrors - Der Dienstkalender Heinrich Himmlers 1943-1945. Hrsg. Matthias Uhl, Martin Holler, Jean-Luc Leleu, Dieter Pohl und Thomas Pruschwitz

Lange galten Himmlers Dienstkalender der beiden letzten Kriegsjahre als verschollen - bis man sie in einem russischen Archiv in der Nähe von Moskau fand. Die darin erfolgten Eintragungen sind deshalb so brisant, weil dieser Zeitraum den Höhepunkt der deutschen Gräueltaten an den Völkern Europas markiert. Erstmals werden sie nun durch ausgewiesene Experten für die Geschichte des Holocaust und der NS-Diktatur entschlüsselt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

ISBN 978-3-492-05896-4     48,00 €  Portofrei     Bestellen

Der spektakuläre Fund belegt, wie diese Verbrechen vom Reichsführer-SS initiiert und organisiert wurden. Die Kalendernotizen zeigen zudem, wer an diesen Entscheidungen beteiligt war, wer zum engsten Kreis um Himmler gehörte und wie jene Männer handelten, die Europa zerstörten und für den größten Massenmord der Geschichte verantwortlich sind.

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Leseprobe des Verlags

Nach dem Mittagessen Massenmord. SS-Chef Heinrich Himmler führte in den letzten Kriegsjahren penibel Diensttagebuch. Die erstmals veröffentlichten Aufzeichnungen enthüllen die Feinmechanik der national-sozialistischen Barbarei. Von Wolfgang Paterno → profil 06.06.2020

Terminsache Massenmord. Rezension von Rudolf Walther → SZ 07.04.2020

Die Herausgeber:

Matthias Uhl

Dr. Matthias Uhl, Studium der Geschichte und der osteuropäischen Geschichte in Halle und Moskau. 2000-2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte/Abteilung Berlin. Seit 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut in Moskau. Forscht zur Geschichte der Sowjetunion und des Zweiten Weltkrieges. Veröffentlichte zur nationalsozialistischen Diktatur und sowjetischen Militärgeschichte.

Martin Holler

Martin Holler, MA, studierte Geschichte und Slawistik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf der Geschichte des Nationalsozialismus und des Stalinismus. Er ist Autor diverser Beiträge zur nationalsozialistischen Verfolgung der Sinti und Roma im besetzten Europa und ihrer Erinnerung nach 1945.

Jean-Luc Leleu

Dr. Jean-Luc Leleu studierte Geschichte in Lille und Caen, 2005 Promotion in Hamburg/Caen. Verfasser des Standardwerks zur Geschichte der militärischen Formationen der SS, „La Waffen-SS“, und zahlreicher Studien zum Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Universität Caen.

Dieter Pohl

Prof. Dr. Dieter Pohl studierte Geschichte und Politikwissenschaft in München. 1995-2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter/Abteilungsleiter am Institut für Zeitgeschichte, 2007 Habilitation. Seit 2010 Professor für Zeitgeschichte an der Universität Klagenfurt. Herausragender Spezialist für die Geschichte der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft und Gewaltverbrechen. Autor und Herausgeber zahlreicher bedeutender Werke zu diesem Thema.

Thomas Pruschwitz

Thomas Pruschwitz, MA, studierte Geschichte in Halle. Forschungsschwerpunkte Geschichte des Nationalsozialismus und der kommunistischen Bewegung. Arbeitet derzeit als freier Historiker.

Heinrich Himmler auf Wikipedia

 

Erstellt: 03.04.2020 - 07:22  |  Geändert: 16.03.2021 - 12:18