Spritzen. Geschichte der weiblichen Ejakulation. Von Stephanie Haerdle

Die Geschichte der weiblichen Ejakulation ist auch eine Geschichte des weiblichen Körpers, seiner Abwertung und Bejahung

Auch Frauen ejakulieren beim Sex? Aber ja doch! Bis zu 69 % aller Frauen spritzen beim Kommen. Trotzdem wird die weibliche Ejakulation auch heute noch kontrovers diskutiert. Für die Einen ist sie ein Mythos, für die Anderen sexueller Alltag. Was weiß man wirklich über diesen Aspekt weiblicher Lust, welche Forschungsergebnisse gibt es und weshalb liegen noch immer so viele Details im Dunkeln?

ISBN 978-3-96054-215-5     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Suche nach Spuren und Zeugnissen führt bis weit in die vorchristliche Zeit und rund um den Erdball. Jahrtausendelang war die weibliche Ejakulation ein selbstverständlicher Teil sexuellen Erlebens. In Europa wurde sie überhaupt erst ab dem späten 19. Jahrhundert belächelt, tabuisiert und schließlich weitgehend vergessen - bis die Vorstellung einer ejakulierenden Frau geradezu obszön wurde.
Feministinnen der zweiten Welle entdeckten den "Freudenfluss" begeistert wieder - oder attackierten ihn als frauenfeindliche Männerphantasie. Ejakulations-Performerinnen wie Shannon Bell, Annie Sprinkle oder Deborah Sundahl vermittelten ihre Kenntnisse rund um das weibliche Abspritzen via Video, Performance oder Workshop, bis das "Squirting" schließlich das Mainstream-Pornobusiness eroberte und dort für Milliardenumsätze sorgte.

"Spritzen" ist eine lustvolle Reise: Stephanie Haerdle vermittelt ihre Erkenntnisse höchst interessant und unterhaltsam und zeigt, wie sehr der Wunsch nach Kontrolle der Weiblichkeit unsere Wahrnehmung und unser Wissen über die Jahrhunderte bis heute beeinflusst.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe bei Google Books

Was beim Sex im Inneren der Frau passiert. Stephanie Haerdle hat mit "Spritzen" ein Buch über den weiblichen Orgasmus geschrieben. Ist das im Jahr 2020 noch notwendig? Ein Interview von Claudia Voigt. → Spiegel Kultur 08.03.2020 (Bezahlschranke)

Weil sie wütend war, dass sie selbst so wenig über weibliche Ejakulation wusste, hat Stephanie Haerdle ein Buch darüber geschrieben. In Eine Stunde Liebe erzählt die Kulturwissenschaftlerin, warum es sich lohnt, mehr darüber zu erfahren – nicht nur für Frauen. → Deutschlandfunk Nova 31.01.2020 (podcast)

Die Autorin:

Stephanie Haerdle, geboren in Freiburg, studierte Neuere deutsche Literatur, Kulturwissenschaft und Gender Studies (M. A.) in Berlin, wo sie auch heute lebt. 2007 erschien ihr Buch »Keine Angst haben, das ist unser Beruf! Kunstreiterinnen, Dompteusen und andere Zirkusartistinnen« (AvivA Verlag).

 

Erstellt: 14.03.2020 - 19:00  |  Geändert: 16.03.2020 - 09:50