Ein Lied für die Vermissten. Von Pierre Jarawan

"Schon ein Sandkorn genügt, um eine große Geschichte daraus zu machen."

Als 2011 der Arabische Frühling voll entfacht ist, löst der Fund zweier Leichen auch in Beirut erste Unruhen aus. Während schon Häuser brennen, schreibt Amin seine Erinnerungen nieder: an das Jahr 1994, als er als Jugendlicher mit seiner Großmutter in den Libanon zurückkehrte - zwölf Jahre nach dem Tod seiner Eltern. An seine Freundschaft mit dem gleichaltrigen Jafar, mit dem er diese verschwiegene Nachkriegswelt durchstreifte. Und daran, wie er schmerzhaft lernen musste, dass es in diesem Land nie Gewissheit geben wird - weder über die Vergangenheit seines Freundes, noch über die Geschichte seiner Familie.

ISBN 978-3-8270-1365-1     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Nach dem internationalen Bestseller "Am Ende bleiben die Zedern" führt auch Pierre Jarawans neuer Roman in eine Welt voller unvergesslicher Figuren, sinnlicher Eindrücke und Emotionen, einfühlsam, spannend und virtuos verknüpft mit der bewegten Geschichte des Nahen Ostens.

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Leseprobe des Verlags

Erzählen, worüber andere schweigen. 15 Jahre Bürgerkrieg im Libanon, 17.000 Vermisste – dieses Trauma und Tabu fand der im Libanon geborene Pierre Jarawan so groß, dass er es für einen eigenen Roman aufgespart hat: „Ein Lied für die Vermissten“. Pierre Jarawan im Gespräch mit Joachim Scholl → Deutschlandfunk Kultur 04.03.2020

Stimmen zum Buch:

"Pierre Jarawan schreibt temporeich und klar und mit einer erzählerischen Souveränität, die den Leser vorantreibt." The Guardian

"Pierre Jarawan ist ein Hakawati, ein Geschichtenerzähler. Seine expressive Bildsprache, schwelgerisch durchzogen von Melancholie, lässt fremde Welten spürbar werden." Lalena Hoffschildt/Hugendubel am Stachus, München

"Mit beeindruckender Leichtigkeit entwirft Pierre Jarawan eine Geschichte, die so lebendig aus den Seiten strahlt, dass ich mich beim Lesen tief eingehüllt gefühlt habe in diese besondere Atmosphäre aus Stimmen, Duft und Licht. Eine Welt, aus der man gar nicht mehr auftauchen möchte - eine Welt voller Figuren, denen man bis zum letzten Absatz folgen will. Scheinbar mühelos verbindet er dabei persönliches Erleben seiner Charaktere mit weltgeschichtlich Großem, verwebt wundersam Märchenhaftes mit politisch Hochbrisantem. 'Ein Lied für die Vermissten' ist soghaft spannend und atmosphärisch berauschend - und all das in einer Sprache, die wundervoll klar ist und genau meint, was sie sagt. Was für ein begnadeter Erzähler!" Maria-Christina Piwowarski/Buchhandlung ocelot, Berlin

Der Autor:

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem diese vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. Sein Romandebüt »Am Ende bleiben die Zedern« (2016), für das er Auszeichnungen und Preise erhielt, war ein Sensationserfolg und ist heute, übersetzt in viele Sprachen, ein internationaler Bestseller. Im Frühjahr 2020 erscheint sein lang erwarteter neuer Roman. Pierre Jarawan lebt in München.

Pierre Jarawan - Libanon und Literatur → Dialog ist tot Youtube 06.12.2019

 

Erstellt: 04.03.2020 - 07:00  |  Geändert: 04.03.2020 - 07:03

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