Jener Sommer. Von Anna Xiulan Zeeck

Auf dem abendlich beleuchteten Schulhof wartet die 12-jährige Shuya auf ihren Klassenkameraden Wenhua. Die beiden sind ineinander verliebt und tun alles dafür, um auch später in der Oberstufe auf die gleiche Schule gehen zu können. Der Roman erzählt von heutigen chinesischen Schulen und ihrem Schulsystem. Eine Geschichte über Freundschaft, Liebe und harten Konkurrenzkampf.

ISBN 978-3-940307-31-6     13,90 €  Portofrei     Bestellen

Die Schulausbildung in China wird als „prüfungsorientierte Ausbildung“ bezeichnet und in der gegenwärtigen chinesischen Gesellschaft intensiv diskutiert. Befürworter betonen die Chancengleichheit, da alle Schüler an den gleichen Prüfungen teilnehmen und die Prüfungsergebnisse das einzige Kriterium für ein weiteres Studium sind. Doch die Gegner meinen, dass diese Ausbildung die Schüler zu „kalten Prüfungsmaschinen“ macht. Der intensive Kampf um hohe Punktzahlen zwingt die Schüler, sich nur auf Lösungsmethoden für Prüfungsaufgaben zu konzentrieren und sich untereinander nur noch als Konkurrenten zu sehen. Der Roman spielt vor diesem Hintergrund und gewählt den Lesern einen Einblick in die chinesische Schulerziehung und vermittelt ihnen eine Vorstellung von der Denk- und Verhaltensweise von Menschen, denen sie später einmal gegenüberstehen können.

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Prüfungsangst im Fach Liebe. Der Roman „Jener Sommer“ von Anna Xiulan Zeeck besucht eine chinesische Schule der Gefühle. Er verniedlicht seine drei Hauptfiguren nicht zu putzigen unfertigen Erwachsenen, sondern nimmt sie ernst. Rezension von Dietmar Dath → FAZ 03.11.2017

 

Erstellt: 12.02.2020 - 05:33  |  Geändert: 15.02.2020 - 04:56

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