Männerphantasien. Von Klaus Theweleit

Vor 40 Jahren erschien mit Männerphantasien Klaus Theweleits große Untersuchung über die sexuelle, psychologische und soziopolitische Vorgeschichte des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik. Das Werk, das für viele als Auftakt der Männerforschung in Deutschland gilt, ist längst zu einem Klassiker auch der Gewaltforschung geworden. Angesichts der Rückkehr rechten Straßenterrors und faschistoider Positionen, die viele schon an Weimarer Verhältnisse denken lassen, sowie von Propagandafeldzügen gegen freiere Sexualitäten - Stichwort: "Genderwahn" - sind die Analysen des Buches viel zu brennend, um es im Regal der großen Werke ins Archiv zu stellen.

ISBN 978-3-95757-759-7     42,00 €  Portofrei     Bestellen

In dieser um ein langes Nachwort des Autors ergänzten Neuausgabe wird Theweleits epochales Werk nun endlich wieder verfügbar und diskutierbar, politisch neu nutzbar.

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Leseprobe des Verlags

Grausame Männer - Wie kurz ist der Weg vom Wort zur Gewalt? Dass die „Männerphatasien“ diese Studie über den „soldatischen Mann“, wie Klaus Theweleit sein Buch nennt, vierzig Jahre nach der Veröffentlichung in der deutschen Gegenwart tagesaktuell werden könnte, hat auch den Autor selbst überrascht. Von Guido Graf → Deutschlandfunk 28.03.2020

Von der Maskulinität zum Massenmord. Vor über 40 Jahren erschienen Klaus Theweleits „Männerphantasien“. Nun gibt es eine Neuauflage, die weitsichtige Erklärungsmuster für neurechte Gewalt bietet. Rezension von Hannes Soltau → Tagesspiegel 11.01.2020

Flut oder Stahl? Die Lektüre von Klaus Theweleits Männerphantasien ist ein einschneidendes Erlebnis, ein über 1000 Seiten langer Blick in einen Abgrund, der zurückblickt. Vvon Sebastian Winter → Soziopolis 08.01.2020

Heimatphantasien: Heimatphantasien = Männerphantasien: Die männliche Nation?
Kampnagel Hamburg Youtube 28.08.2018

"Klar jedoch ist, dass Wörter, Begriffe und Ideologien das Böse hervorbringen [...] Die nazistischen, rassistischen und populistischen Aktivitäten und Störfeuer sind wirksam durch die Allgegenwärtigkeit des Netzes, das Wahrheiten nicht beweisen muss, sondern durch Fake News ersetzt. Männlichkeitsphantasien und -wahn befördern dies! Rezension von Jos Schnurer → socialnet 23.12.2019

Klaus Theweleit im Gespräch: Der Feminist. Von Julia Encke "Es ist eine Art Berichtsbuch davon, wie bestimmte Leute in Deutschland, die die Weimarer Republik nicht wollten, eine Realität hergestellt haben, an der diese Weimarer Republik eingegangen ist: Vorbereiter des Nationalsozialismus, des Faschismus." → FAZ 25.09.2019

Die Angst vor der Körperauflösung. Klaus Theweleit im Gespräch mit Liane von Billerbeck → Deutschlandfunk Kultur 01.11.2019

Schwule Aggressorenidentifikation. Fluten, bluten, strömen: Vor 40 Jahren erschienen erstmals Theweleits „Männerphantasien“ – und sind heute noch beunruhigend aktuell. Von Adrian Schulz → taz 02.08.2019

Klaus Theweleits „Männerphantasien“ – ein Erfolgsbuch der 1970er-Jahre. Rezension von Sven Reichardt → Zeithistorische Forschungen Heft3/2006

Die "Männerphantasien" von Klaus Theweleit: von einer klassischen Studie und ihrer Aktualität. Von Martin Lengwiler → Traverse : Zeitschrift für Geschichte 5/1998

Frauen fließen, Männer schießen. Rezension von Rudolf Augstein Spiegel online 19.12.1977

Der Autor:

Klaus Theweleit, 1942 in Ostpreußen geboren, studierte Germanistik und Anglistik. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit Lehraufträgen in Deutschland, den USA, der Schweiz und Österreich. Seit 1998 ist Theweleit Professor für Kunst und Theorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Sein Buch Männerphantasien bezeichnete Rudolf Augstein im Spiegel nach der Erstveröffentlichung als »vielleicht aufregendste deutschsprachige Publikation dieses Jahres«.

 

Erstellt: 02.12.2019 - 10:50  |  Geändert: 28.03.2020 - 07:17