Die Trikont-Story. Musik, Krawall & andere schöne Künste. Von Christof Meueler und Franz Dobler

Von Che Guevara bis Karl Valentin, von Hans Söllner bis Kofelgschroa. Die Bandbreite des Trikont-Universums ist unermesslich. Höchste Zeit, dass ein Buch die Geschichte und Geschichten des Münchner Tradiotionslabels festhält. Erzählt wird die Geschichte alternativer Musik, Kultur, Politik und Ökonomie seit Ende der 60er-Jahre. Nicht im Großen und Ganzen, sondern im Kleinen und Feinen.

ISBN 978-3-453-27135-7     22,99 €  Portofrei     Bestellen

Christof Meueler und Franz Dobler haben gründlich die Archive des Labels durchforstet, mit den Labelinhabern, Künstlern und Weggefährten gesprochen und unternehmen eine faszinierende Reise durch die letzten 50 Jahre Kultur abseits des Mainstream. Zahlreiche Dokumente und Bilder ergänzen die Biografie.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Vorabdruck: Die Waisen Amerikas. Als George W. Bush Krieg führte, erforschte das Münchner Trikont-Label die Pop-Katakomben der USA. → junge Welt 14.10.2019

Presse:

Das kleine Trikont Label. Mich als Plattensammler, hat es auf eine gewisse Art und Weise immer schon fasziniert. Kenne ich doch einige der Trikont Künstler seit Jahren persönlich und hab auch eine kleine Menge an Platten des Labels im Regal stehen. Zum Halbhundert-Jubiläum haben sich Christof Meueler und Franz Dobler die Mühe gemacht und die Geschichte dieses Underground-Labels in Buchform gebracht. Das Buch, in schönem Hardcover gebunden und mit dem genialen Untertitel "Musik, Krawall & andere schöne Künste" versehen, ist schlichtweg eine Zierde für jedes Buchregal und außerdem eine Bibel für alle Interessierten dieses Labels. Angefangen als Buchverlag, der aus einer Bewegung des SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) in Köln 1967 unter Federführung von Gisela Erler und Herbert Röttgen entstanden ist. Der Name Trikont bedeutete, dass die drei Kontinente, wo die meisten Unterdrückungen stattfanden, Programm waren und ihre Stimme erhielten. Schon kurze Zeit später zog der Verlag nach München um, wo dann Achim Bergmann die Musiksparte übernehmen sollte. Im Jahre 1968 wurde der Musikpart komplett ausgegliedert zu einem Plattenlabel. Das Buch ist chronologisch in Dekaden aufgegliedert. Von den Anfängen bis zu den Zehnerjahren. Jede Dekade hatte seine Eigenheiten und Besonderheiten, die von den beiden Autoren gut hervorgehoben wurden. Als kleine Besonderheit ist eine (fast) komplette Diskographie im Buch vorhanden. Die wenigen Nummern, die fehlen, konnten von den Labelinhabern schlichtweg nicht mehr recherchiert werden. Das Buch ist trotz der vielen Fakten sehr fließend zu lesen. Man entdeckt immer wieder Kleinigkeiten, die so manch anderes Bekanntes auf einmal schlüssig werden lassen. Die vielen eingefügten Fotos, Plattencover und Dokumente lockern das Ganze richtig auf und ergänzen die Texte perfekt. Pressestimmen wie: "Eine Insel im Sumpf" (Süddeutsche Zeitung), "Eine Gasse der Eigensinnkultur" (Rolling Stone), "Lokal - Global - Von unten" (taz) bringen die Gewichtigkeit und Wertigkeit des Labels auf den Punkt. Mit Liebe zum kleinsten Detail hat Labelgründer Achim Bergmann sein Baby über 50 Jahre aufgebaut und begleitet. Leider konnte Bergmann sein Jubiläum nicht allzu lange feiern. Am 1. März 2018 verstarb Achim Bergmann unerwartet. So mag dieses exzellente Buch auch ein Vermächtnis eines Idealisten sein, der den unterdrückten Völkern, den Untergrundmusikern, den Randfiguren der Geschichte eine Stimme gab. Ihre eigene Stimme. Christof Meuelen und Franz Dobler gaben der Stimme zu guter letzt auch den Text dazu, der einiges aufklärt und erklärt. Ein unverzichtbares Kleinod für jedes Buchregal eines Musikinteressierten. → Stage Reptiles 28.03.2018

Die Autoren:

Christof Meueler, geboren 1968, Journalist und Soziologe, lebt in Berlin. Er gb in den 80er-Jahren das Noisepop-Fanzine Rat Race heraus, schrieb in den 90er-Jahren unter anderem für das Hardcore-Magazin Zap und legte im Rhein-Main-Gebiet Platten auf. Seit 2001 Ressortleiter für Feuilleton & Sport bei der Tageszeitung junge Welt. Als Buchautor verfasste er die Lebensgeschichten von Bommi Baumann und Alfred Hilsberg.

Franz Dobler, 1959 in Schongau geboren, lebt in Augsburg. Neben Romanen und Gedichtbänden, für die er unter anderem mit dem Bayerischen Literaturförderpreis ausgezeichnet wurde, veröffentlichte er auch Erzählungen und Musikbücher. Er hat Kompilationen herausgegeben und ist Discjockey.

 

Erstellt: 10.10.2019 - 06:29  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:57