BeDeutungen dekolonisieren. Hrsg. Iman Attia und Mariam Popal

Die Autor/innen zeigen, wie (antimuslimischer) Rassismus sowohl historisch als auch gegenwärtig mit anderen Rassismen verwoben ist und aus Formen der Religiösisierung, Rassisierung, Kulturalisierung, Orientalisierung und Kolonisierung schöpft. Gleichzeitig laden sie dazu ein, Möglichkeiten zu imaginieren, die das Andere nicht als 'anders' auffassen, sondern 'das Selbst' dekonstruieren und so Raum schaffen für unabgeschlossenes, prozessuales und dynamisches (Neu-)Denken.
Wie 'Muslime' immer wieder neu zu Fremden gemacht werden und dabei auf Schwarze und jüdische Erfahrungen treffen.

ISBN 978-3-89771-241-6     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Die Autor/innen des Bandes machen sich auf die Suche nach Spuren von BeDeutungen und ihren Zusammenhängen. Sie lesen Binarismen, Dichotomisierungen und Lagerdenken in historischen und aktuellen Kontexten aus globalhistorischer, post- und dekolonialer Perspektive gegen den Strich und erkunden theoretische und empirische Möglichkeiten anderer Lesarten. Dabei folgen sie keinen ontologisierenden Logiken und Herleitungen, sondern fragen nach den Hintergründen von BeDeutungen. Durch die Spiegelung historischer Ereignisse und Zusammenhänge entdecken sie 'Geister', die uns bis heute - als sowohl Abwesendes wie Anwesendes (Denken) - heimsuchen und verfolgen.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Die Herausgeberinnen:

Mariam Popal ist Research Fellow an der Bayreuth Academy of Advanced African Studies / Universität Bayreuth und habilitiert sich im Bereich English & Postcolonial Studies mit Fokus auf komparatistischen Studien. Sie schloss ihre Doktorarbeit an der Universität Hamburg zur Scharia aus (rechts-)vergleichender, feministischer und postkolonialer Perspektive mit summa cum laude ab. Sie lehrt und forscht zu Modernen englisch(-sprachigen) und amerikanischen Literaturen, (Literary) Theory, Critical Affect Studies, Postcolonial Shakespeare Studies, (Feminist & Queer) Postcolonial und Decolonial Studies, Critical Afghan Studies, Neo-Orientalismen und (antimuslimischer) Rassismus.

Iman Attia ist Professorin für Critical Diversity Studies mit den Schwerpunkten Rassismus und Migration an der Alice Salomon Hochschule Berlin und arbeitet seit Anfang der 1990er Jahre zu (antimuslimischem) Rassismus aus globalhistorischer, post- und dekolonialer, post-/nazistischer sowie relationaler und intersektionaler Perspektive.

 

Erstellt: 12.04.2019 - 06:46  |  Geändert: 17.04.2019 - 07:17

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