Die Treuhand. Von Marcus Böick

Die erste zeithistorische Untersuchung zur Treuhandanstalt, ihrem Personal und ihrem so vielschichtigen wie widersprüchlichen Arbeitsauftrag.
Die Treuhandanstalt war eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Als "größtes Unternehmen der Welt" führte sie einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Zwischen kollabierendem Realsozialismus und sich globalisierendem Kapitalismus überführte ihr Personal die "volkseigenen" Betriebe der DDR vom Plan zum Markt. Verkäufe an zumeist westdeutsche Investoren, Branchenabwicklungen und Massenentlassungen prägten ihre krisengeschüttelte Geschäftspraxis nicht weniger als wütende Proteste, politische Kontroversen und öffentliche Skandale.

ISBN 978-3-8353-3283-6     79,00 €  Portofrei     Bestellen

Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativlosem "Erfolg" oder neoliberale "Abwicklung" wirft Marcus Böick erstmals einen zeithistorischen Blick auf den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus und rückt dessen Personal in den Fokus. An der Schnittstelle von Wirtschafts- und Kulturgeschichte zeichnet der Autor mit präzisem Blick die zugrundeliegenden Ideen, den dynamischen Organisationsalltag und die facettenreichen Erfahrungen der Mitarbeiter nach, die die Transformation so maßgeblich wie unvorbereitet mitgestaltet haben.

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Inhaltsverzeichnis

Historiker Marcus Böick zur Treuhand„Für viele das Symbol der Abwicklung des Ostens“ Von Gerhard Schröder Nach dem Mauerfall kam die Ernüchterung. Viele ostdeutsche Betriebe wurden geschlossen, tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Der Historiker Marcus Böick zieht Bilanz: „Es gibt die Leuchttürme, aber es gibt auch die abgehängten Regionen.“ → Deutschlandfunk Kultur 03.08.2019

Die „Bad Bank“ der Ostdeutschen. Nach dem Fall der Mauer sollte auch die Wirtschaft in Ost und West „wiedervereinigt“ werden – die Rolle der Treuhand dabei ist umstritten. Sie privatisierte, sanierte mehrere tausend staatseigene DDR-Betriebe oder wickelte sie ab. Forscher beschäftigen sich nun mit der Aufarbeitung dieser Vergangenheit. Rezension von Bastian Brandau → Deutschlandfunk 17.05.2018

Presse:

  • »eine glänzend komponierte und akribisch recherchierte Erinnerungsgeschichte.«
    (Karl-Rudolf Korte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.10.2018)
  • »Marcus Böick hat eine glänzende Geschichte über das »Privatisierungsmonster« Treuhand geschrieben.«
    (Dietmar Süß, Süddeutsche Zeitung, 09.07.18)
  • »Die Leistung dieses Buches (…) ist ein Abwägen der inneren und äußeren Dynamiken, die auf die Treuhand-Mitarbeiter wirkten.«
    (Anselm Lenz, junge Welt, 10.10.2018)
  • »Ein wertvoller Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion über ein bis in die Gegenwart hinein politisch kontrovers bewertetes Thema.«
    (Andreas Malycha, www.sehepunkte.de, 15.10.2018)
  • »Hinsichtlich der dem Leser gebotenen Informationen ist Böicks Buch eine Fundgrube und verdient Anerkennung.«
    (Jörg Roesler, junge Welt, 03.09.2018)

 

Erstellt: 10.04.2019 - 06:59  |  Geändert: 14.08.2019 - 11:41

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