Retrotopia. Von Zygmunt Bauman

"Jedes einzelne von Baumans Büchern in der letzten Dekade kann als Meisterwerk gelesen werden." Ulrich Beck

"Make America great again", lautet der Leitspruch des amtierenden US-Präsidenten. Nicht "vorwärts" soll es gehen, wie Barack Obama noch im Wahlkampf von 2012 versprochen hatte, sondern zurück zu alter Größe. Die Menschen scheinen die Hoffnung auf ein besseres Leben in der Zukunft aufgegeben zu haben und wenden sich stattdessen einer angeblich guten alten Zeit zu. In seinem letzten zu Lebzeiten vollendeten Buch untersucht der große Soziologe und Philosoph Zygmunt Bauman die Gründe für diese globale Epidemie der Nostalgie.

ISBN 978-3-518-07331-5     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Gut fünfhundert Jahre nach der Veröffentlichung von Thomas Morus' Utopia , so seine These, haben die Nationalstaaten die Fähigkeit eingebüßt, ihre Versprechen auf Wohlstand und Sicherheit einzulösen. Wer in einer globalisierten Welt nach Orientierung sucht, der richtet seinen Blick daher nicht länger auf einen als Ideal verklärten Ort - einen topos -, sondern in eine untote Vergangenheit.

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Inhalt und Leseprobe

Zygmunt Bauman zeichnet in seinem posthum erschienenen Buch ein düsteres Bild von unserer Gegenwart: Die Menschen seien von der Globalisierung überfordert, glaubten nicht an eine bessere Zukunft und wendeten sich deshalb einer angeblich besseren Vergangenheit zu. Rezension von Angela Gutzeit → Deutschlandfunk 05.03.2018

In „Retrotopia“ wird die zeitdiagnostische These aufgestellt, dass die Menschen (v.a. mit Fokus auf den „Westen“) die Hoffnung und die Suche nach einem besseren Leben in der Zukunft zunehmend aufgeben, bzw. aufgegeben haben und sich stattdessen verstärkt – in nostalgischer Verklärtheit – einer angeblich besseren Vergangenheit zuwenden. Rezension von Marian Pradella → social net 12.07.2018

Den Soziologen Zygmunt Bauman kann man einen "Makrosoziologen" nennen. Er ist also keiner aus dem Heer seiner Kollegen, die Binnenstrukturen einer Gesellschaft untersuchen und Statistiken darüber verfassen. Rezension von Franz Schuh → die ZEIT 03.01.2018

Wenn es eine spezielle Autorität der "letzten Worte" gibt – wie groß sind dann die Zuschreibungen an das letzte Buch eines bedeutenden Autors? Das letzte Buch des britisch-polnischen Soziologen und Philosophen Zygmunt Bauman interveniert in aktuelle Konstellationen ohne sie zu benennen Rezension von Alfred Pfabigan → ORF 12.01.2018

Zymunt Baumann auf Wikipedia

 

Erstellt: 18.02.2019 - 07:48  |  Geändert: 18.02.2019 - 11:49

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