Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand. Wie uns die Medien regieren. Von Michael Meyen

Der Imperativ der Aufmerksamkeit. Drei Medienrevolutionen - Privatfernsehen, Internet, Social Media - haben die Massenmedien von Grund auf geändert. Alles, was Klicks, Likes und Shares, Quote, Auflage bringt, ist angesagt. Auch jenseits von Facebook, Instagram und Twitter sieht Realität heute oft so aus wie das, was wir vom Bildschirm kennen: Bunt, grell und originell, herausstechen aus der Masse, anders sein - ob als Kneipe, Gymnasium und Basketballprofi, als Theater, Museum, Universität. Michael Meyen beschreibt ebenso scharfsinnig wie unterhaltsam, wie der Imperativ der Aufmerksamkeit inzwischen unser aller Leben verändert hat, und zeigt, wiewir uns dagegen wehren können.

ISBN 978-3-86489-206-6    18,00 €  Portofrei     Bestellen

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Ken Jebsen und das Establishment von Michael Meyen. Mit Unverständnis haben einige Freunde und Kollegen (Frauen und Männer) auf meinen Auftritt bei Ken Jebsen reagiert. In der Welt von Twitter und Co. wurde aus solchem Unverständnis blanke Ablehnung, wenn auch mit wenig Resonanz. Motto: Hat er sie noch alle? Eine Stellungnahme. Und etwas Werbung für Toleranz und guten Journalismus. → Medienrealität 18.09.2018

Lügenpresse – Fake News – Alternative Medien: Auf der Jagd nach Klicks. Wie steht es um die Journalistenzunft im 21. Jahrhundert? Geht es noch um Inhalte oder nur noch um Bilder? Verdrängt die Unterhaltung ernste Themen? Frisst das Internet die Mainstream-Medien auf? Muss ein Journalist westliche Werte vertreten? Und was wollen die Leser? Von Armin Siebert  Nachgefragt bei Michael Meyen, Journalistik-Professor an der Universität München. → Sputnik 02.05.2018

Die Medien-Illusion Die Menschen vertrauen den Medien nicht mehr. Von Michael Meyen Die Menschen vertrauen den Medien nicht mehr. Ein Disclaimer vorweg: Dieser Text sagt nicht, dass Journalisten nachplappern sollen, was sie in Politik und Wirtschaft hören, und auch nicht, dass egal ist, was berichtet wird. Kritik und Kontrolle, öffentlich machen, was alle wissen müssen, Transparenz: Qualität ist messbar, auch im Journalismus – allerdings nicht über Umfragen, in denen es um Glaubwürdigkeit geht.Dreams Come True/Shutterstock.com Ein Disclaimer vorweg: Dieser Text sagt nicht, dass Journalisten nachplappern sollen, was sie in Politik und Wirtschaft hören, und auch nicht, dass egal ist, was berichtet wird. Kritik und Kontrolle, öffentlich machen, was alle wissen müssen, Transparenz: Qualität ist messbar, auch im Journalismus – allerdings nicht über Umfragen, in denen es um Glaubwürdigkeit geht. → Rubikon 14.04.2018

Medienkritik online von Michael Meyen  Der Untertitel, den der Verlag auf den Deckel geschrieben hat, triggert eine solche Diskussion. „Wie uns die Medien regieren“: Das klingt nach großer Verschwörung. Vermutlich erwartet man genau das, wenn Telepolis und NachDenkSeiten Interviews zum Thema veröffentlichen. Medienkritik als Systemkritik, zu finden in Leserbriefen, in Nutzer- und Facebook-Kommentaren. Das Buch, um das sich beide Interviews drehen, fragt nach Medienwirkungen jenseits konkreter Inhalte. Es geht nicht um einen konkreten Leitartikel zu Russland oder um das Dossier zu Trump und um das, was solche Artikel mit unseren Einstellungen machen, mit unserem Verhalten, mit unseren Gefühlen. Thema ist vielmehr die Metabotschaft – der Imperativ der Aufmerksamkeit, dem die Massenmedien heute folgen, den wir schon deshalb als „normale Form“ der Kommunikation verinnerlichen, weil Medienangebote buchstäblich überall sind, und der so auch bestimmt, wie wir miteinander umgehen, wie wir uns im Alltag bewegen und wie wir Organisationen und Institutionen gestalten (vgl. Meyen 2018a, 2018b).→ Medienrealität 05.04.2018

Kulturindustrie reloaded. Wie die Medien die Welt verändern und sich dabei selbst zerstören.Adorno und Horkheimer haben es geahnt: Die Medien machen etwas mit uns, ganz unabhängig von dem Stoff, den sie gerade liefern. Kulturindustrie hieß das bei den beiden Frankfurtern. Massenprodukte, die uns in psychischer Abhängigkeit halten. Die uns betrügen, weil sie uns vorgaukeln, dass wir tatsächlich haben wollen, was uns über unsere Lage täuscht. Und die so für Zustimmung sorgen. Vergnügtsein heißt Einverstandensein. Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Und so weiter.Medienkritiker lieben die „Dialektik der Aufklärung“, immer noch. Nur: Adorno und Horkheimer gehen längst nicht weit genug. Sie konnten nicht weit genug gehen, weil sie nur den Anfang kannten. Hollywood, das US-Kommerzradio der 1930er, Goebbels. Von Michael Meyen → Rubikon 08.03.2018

„Das ist eine Reaktion auf das Versagen der traditionellen Medien“  Der Journalismus „sägt an dem Ast, auf dem er sitzt.“ Diese Auffassung vertritt Michael Meyen im Interview mit den NachDenkSeiten. Meyen, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München unterrichtet, kritisiert eine Entwicklung im Journalismus, die dazu führt, dass oftmals so genannte Qualitätsmedien, wie etwa die Tagesschau, nicht mehr von der Bild-Zeitung zu unterscheiden seien. Ein Interview von Marcus Klöckner. →Nachdenkseiten 07.03.2018

"Medien reden von Objektivität und Neutralität, produzieren aber genau das Gegenteil" Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen über den Imperativ der Aufmerksamkeit und die Medienrealität. → Telepolis 01.03.2018

Medien: „Eine Arena für Hahnenkämpfe“ Claus Kleber „fragt nicht, woher die Nachrichtenagenturen und die Korrespondenten ihr Material haben. Er fragt nicht, wer die Begriffe für das prägt, was das „heute journal“ am Abend bringt. Noch schlimmer: Er sieht gar nicht, dass da ein Problem liegen könnte.“ Das sagt der Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen im Interview mit den NachDenkSeiten. Meyen, der am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität in München lehrt, hat vor kurzem auf eine sehr pointierte Weise ein aktuelles → Buch von Claus Kleber besprochen, in dem der Moderator des „heute journals“ sich mit der aktuellen Kritik an den Medien auseinandersetzt. Im NachDenkSeiten-Interview sagt er, was ihn an Klebers Einlassungen stört und geht auf die Probleme ein, die er im Journalismus unserer Zeit sieht. Für Meyen ist es vor allem die Funktionslogik der Medien, die eine Berichterstattung mit vielen Schlagseiten entstehen lässt. Medien, so Meyen, „vernachlässigen das, was man als ihre öffentliche Aufgabe bezeichnen kann“, nämlich: „Informieren, aufklären, die Mächtigen kritisieren.“ Ein Interview von Marcus Klöckner → Nachdenkseiten 03.01.2018

 

Erstellt: 03.03.2018 - 20:32  |  Geändert: 19.09.2018 - 10:08

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