Panama Papers
Die Geschichte einer weltweiten Enthüllung

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4. Auflage 06.04.2016 , Deutsch

Aus der Verlagsankündigung (Weitere Infos , auch Kritische Stimmen s.u. weiterlesen): „Panama Papers“ ist die Geschichte des größten Leaks aller Zeiten. Die Quelle ist anonym, die Betroffenen sind alles andere als das. Alles beginnt in München. Zwei junge Reporter erhalten die Daten hunderttausender Briefkastenfirmen. Darin finden sie die vermögendsten, mächtigsten und reichsten Menschen der Welt. Die beiden Journalisten folgen den Spuren – mithilfe von 400 Reportern aus 80 Ländern – und stoßen auf die versteckten Milliarden von Präsidenten, Verbrechern und ganz normalen Superreichen.

ISBN 978-3-462-05002-8 4. Auflage 06.04.2016 16,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Die Geschichte des größten Daten-Leaks aller Zeiten beginnt spät am Abend mit einer anonymen Nachricht: „Hallo. Hier spricht John Doe. Interessiert an Daten?“ Bastian Obermayer, Investigativreporter der Süddeutschen Zeitung, antwortet sofort – und erhält Informationen, die ihn und seinen Kollegen Frederik Obermaier elektrisieren. Es sind die Daten hunderttausender Briefkastenfirmen.

Sie bieten einen Einblick in eine bislang vollständig abgeschottete Parallelwelt, in der Milliarden verwaltet, verschoben und versteckt werden: die Gelder von großen Konzernen, von europäischen Premierministern und Diktatoren aus aller Welt, von Scheichs, Emiren und Königen, von Mafiosi, Schmugglern, Drogenbossen, von Geheimagenten, FIFA-Funktionären, Adligen, Superreichen und Prominenten. Um möglichst viele internationale Geschichten erzählen zu können, beschließen die beiden Journalisten, ein weltweites Netzwerk von Investigativreportern – das ICIJ – einzuschalten. Während sie selbst weiter nach Namen und Geschichten suchen, koordinieren sie gemeinsam mit dem ICIJ die Arbeit hunderter Journalisten. Fast ein Jahr arbeiten Reporter der wichtigsten Medien der Welt – etwa des Guardian, der BBC oder von Le Monde – unter höchster Geheimhaltung zusammen, um im Frühjahr 2016 die „Panama Papers“ zu veröffentlichen. Dieses Buch ist die faszinierende Geschichte einer internationalen journalistischen Recherche, die aufdeckt, was bis jetzt verborgen war: Wie eine kleine Elite, die sich niemandem mehr verantwortlich glaubt, ungeheure Vermögen versteckt. Es ist, als würde man in einem dunklen Raum das Licht anknipsen: Plötzlich ist alles sichtbar.

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Inhaltsverzeichnis

Themenseiten: Süddeutsche Zeitung | → Neue Züricher Zeitung (NZZ) |Spiegel-Online  | Meedia |

Verwandte Themen:→ Luxemburg-Leaks

Panama Papers - das Manifest von John Doe. Razzien, Demos, Rücktritte: Die Panama Papers haben weltweit enorme Reaktionen ausgelöst. Nun meldet sich "John Doe", die anonyme Quelle der Dokumente, in der SZ erstmals öffentlich zu Wort. Sein Manifest lässt sich als Erklärung seines Tuns lesen - und als Aufruf zum Handeln. → SZ 06.05.2016

Die da oben machen, was sie wollen? Dann tut was! Panama Papers, VW-Boni, Schlecker-Skandal - viele wollen es immer schon gewusst haben: Die Eliten sind gierig und enthemmt. Aber Wut alleine ändert nichts. Essay von Alexander Hagelüken → SZ 27.04.2016

Der "Panama-Scoop" Jens Wernicke spricht mit dem Autor und Journalisten Wolf Wetzel (auch als Podcast verfügbar) → Nachdenkseiten 18.04.2016

 US-Agenten nutzten offenbar Briefkastenfirmen Die CIA bemühte über Mittelsmänner anscheinend die Dienste der Kanzlei Mossack Fonseca: Laut einem Bericht der "SZ" ließen Agenten in den Achtzigern Briefkastenfirmen gründen, um ihre Aktionen zu verschleiern. → SPON 12.04.2016

Panama Papers: Schäuble ließ Informanten abblitzen. Mehrmals wandte sich ein Whistleblower nach SPIEGEL-Informationen an den Bundesfinanzminister. Der Insider wollte über dubiose Geschäfte der Bundesdruckerei auspacken - wurde aber abgewiesen. → SPON 09.04.2016

Weltrangliste der Steueroasen: Dreister als Panama Von Markus Becker, Christoph Henrichs und Patrick Stotz → SPON 07.04.2016

Die PanamaPapers - Worin liegt der eigentliche Skandal? Die #‎PanamaPapers sind in aller Munde. Aber worin liegt der eigentliche Skandal? Das haben wir am Donnerstag, den 7. April ab 18 Uhr in unserer Berliner Redaktion diskutiert. Mit: Julia Stein, stellv. Leiterin NDR Ressort Investigation und Mitglied des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) sowie Harald Schumann, Redakteur des Tagesspiegel und Autor mehrerer kritischer Beiträge über Steuer-Oasen. Moderation: Markus Grill, Chefredakteur correctiv.org.→ www.youtube.com/watch?v=pRFhq9sNFkQ

Robert Parry: „Korruption“ als Propagandawaffe → Propagandaschau 06.04.2016

Panama, Genscher usw. – unsere Medien sind in einem schlimmeren Zustand als gedacht. → Nachdenkseiten 06.04.2016

Die Panama Papers und der große Unbekannte: Wie glaubhaft ist die Saga vom hehren Whistleblower?  → Meedia 05.04.2016 

Panama Papers – nicht Jahrhundertscoop, sondern Jahrhundertflop von Jens Berger → Nachdenkseiten 05.04.2016

Die Panama-Putin-Posse Von Ken Jebsen. KenFM 05.04.2016

Was steckt hinter den „Panama Papers“?  Von Ernst Wolff. Die Enthüllung der „Panama Papers“ hat sich wie ein Lauffeuer rund um den Globus verbreitet. Kaum ein Medium, das nicht darauf verweist, dass es sich bei den 2,8 Terrabyte Daten, 214.000 Firmenadressen und insgesamt mehr als 11 Millionen Dokumenten um das „größte Datenleck“ der jüngeren Geschichte und damit um eine journalistische Sensation ersten Ranges handelt. → KENFM 05.04.2016

Mit George Soros gegen Wladimir Putin Die “Gatekeeper” der Konzernmedien schützen die reichsten 1% des Westens vor den “Panama Papers” betitelt der ehemalige britische Botschafter in Usbekistan Craig Murray einen aktuellen Blogeintrag. Ehe man reflexhaft Artikel der “Süddeutschen” oder des “Falter” auf Facebook teilt, sollte man sich ansehen, wer hinter dem “Leak” steckt. → Ceiberweiber 04.04.2015

Panama Papers: Wie objektiv ist die Recherche? 400 international vernetzte Journalisten teilen sich einen Schatz. Von Markus Kompa → Telepolis 04.04.2016

Investigativ-Journalisten im Daten-Nirwana: vom zweifelhaften Erkenntniswert der Panama Papers  → MEEDIA 04.04.2016

Die Massenmedien beschützen die westlichen Eliten vor den Panama Papers  Wer sich heute einmal die Startseiten der großen Nachrichtenportale anschaut, kommt nicht um den Eindruck herum, der russische Präsident Wladimir Putin sei die Schlüsselfigur in den jüngst aufgedeckten Enthüllungen um internationale Steuerstraftaten. Diese „Panama Papers“, die offensichtlich den digitalisierten Datenbestand der einschlägig bekannten Kanzlei Mossack Fonseca umfassen, könnten in der Tat eine Steilvorlage für den investigativen Journalismus sein. Leider „versemmeln“ die großen westlichen Medienkonzerne, die an der Aufarbeitung der Panama Papers beteiligt sind, diese Steilvorlage jedoch erbärmlich. Dazu hatte bereits gestern Abend der ehemalige britische Botschafter Craig Murray einen sehr empfehlenswerten Artikel geschrieben, den ich gerne für unsere Leser ins Deutsche übersetze. Am Ende des Textes finden Sie auch noch eine Ergänzung von mir. Jens Berger → Nachdenkseiten 04.04.2016

Verbrechen mit Links Wer in dieser Offshore-Datenbank wühlt, legt wie ein Archäologe Dinosaurierknochen frei. Sieben Lektionen, die ich während der monatelangen Analyse der Panama Papers gelernt habe von GÜNTER HACK. → Der Falter

Datenleak: Diese Mächtigen tauchen in den Panama Papers auf Die Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama setzt mehrere amtierende Staats- und Regierungschefs unter Druck. .  → SPON 04.04.2016

Autoreninfos

Bastian Obermayer (Jahrgang 1977) ist ein deutscher Journalist und Investigativreporter. Er arbeitet für die Süddeutsche Zeitung und ist Mitglied des International Consortium of Investigative Journalists. Obermayer war maßgeblich an internationalen Rechercheprojekten beteiligt, darunter die Panama Papers und die Pandora Papers, die weltweite Aufmerksamkeit erlangten. Seine Arbeit konzentriert sich auf Korruption, Finanzkriminalität, Machtmissbrauch und internationale Geldflüsse. Er veröffentlichte gemeinsam mit Frederik Obermaier mehrere Sachbücher über investigativen Journalismus und globale Enthüllungen. Für seine Recherchen wurde er mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. 

Wikipedia (DE): Bastian Obermayer  |  Website: Bastian Obermayer

Frederik Obermaier (Jahrgang 1984) ist ein deutscher Journalist und Investigativreporter. Er arbeitet für die Süddeutsche Zeitung und ist Mitglied des International Consortium of Investigative Journalists. Obermaier war an internationalen Rechercheprojekten wie den Panama Papers, den Paradise Papers und den Pandora Papers beteiligt, die weltweit politische und wirtschaftliche Konsequenzen auslösten. Seine Arbeit konzentriert sich auf Finanzkriminalität, Korruption, Machtmissbrauch und internationale Geldströme. Gemeinsam mit Bastian Obermayer veröffentlichte er mehrere Bücher über investigative Recherche und globale Enthüllungen. Für seine journalistische Arbeit erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. 

Wikipedia (DE): Frederik Obermaier  | Website: Frederik Obermaier

Erstellt: 04.04.2016 - 13:13  |  Geändert: 08.02.2026 - 15:38