Black Antifascism
Widerstand in den USA
Herbst 2025: Per Dekret stuft US-Präsident Trump die Antifa als Terrororganisation ein.
In Rede steht ein Begriff mit reicher Geschichte: Organisationen wie die Black Panther Party und Persönlichkeiten wie Angela Davis, George Jackson oder Assata Shakur »organisierten sich unter dem Banner des Antifaschismus« und verfassten entsprechende Schriften, so Jeanelle K. Hope und Bill V. Mullen. Mit ihnen lässt sich der Ursprung des Faschismus in kolonialen Verhältnissen ausmachen. Oder mit dem panafrikanischen Vordenker Walter Rodney: Er »entsprang kapitalistischer Ausbeutung und Vorherrschaft«.
Die 'Rassengesetze' in den USA waren Vorbild für faschistische Regime in Europa. Derweil schrieb sich in den USA der Kampf gegen eine white supremacy dem Widerstand gegen Sklaverei, Lynchjustiz, Segregation und Krieg ebenso ein wie der Auflehnung gegen einen gefängnisindustriellen Komplex oder gegen die Lage in den Ghettos.
Der Band geht verschiedenen Facetten und Meilensteinen des Black Antifascism nach, vom Abolitionismus über antikoloniale Kämpfe bis zur 'Black Lives Matter'-Bewegung. Stets verbunden mit der Frage, was den heutigen »faschistischen Echokammern« entgegenzusetzen ist.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe
Auszug
Der Mob und sein Recht: Besser im Kampf gegen Ungerechtigkeit sterben als wie die Ratte in der Falle: Ida B. Wells-Barnetts gegen die rassistische US-»Lynchjustiz«: Im Folgenden drucken wir aus dem Ende März im Kölner Papyrossa-Verlag erscheinenden Buch »Black Antifascism: Widerstand in den USA« eine mit freundlicher Genehmigung des Verlags redaktionell gekürzte Fassung des Kapitels »Der frühe schwarze Antifaschismus« ab. junge Welt 16.03.2026
Autoreninfos
Übersetzt von
Jürgen Heiser, Übersetzer und freier Autor, 1989 Mitbegründer der Kampagne zur Freilassung des US-Journalisten Mumia Abu-Jamal.