Heimatschutz
Der Staat und die Mordserie des NSU

Eine Anatomie des rechten Terrors in Deutschland. Die Mitglieder des NSU konnten dreizehn Jahre im Untergrund leben, dabei zehn Menschen umbringen, über ein Dutzend Banken überfallen und mutmaßlich drei Sprengstoffanschläge begehen. Dabei wurden sie gerade in den ersten Jahren von mehreren Geheimdiensten gesucht, sie waren umstellt von Verrätern, den V-Männern des Verfassungsschutzes.

ISBN 978-3-570-55202-5 3. Auflage 26.05.2015 36,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Warum hat man sie nicht entdeckt? Was lief schief? Die Rekonstruktion einer Jagd detailliert, spannend, kontrovers. Am 6. Mai 2013 begann vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und weitere Angeklagte, die mit der Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) in Verbindung gebracht werden. Diese Mordserie endete mit dem mutmaßlichen Selbstmord von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in ihrem Wohnmobil in Eisenach im November 2011. Seit der Festnahme Zschäpes und einer beispiellosen Serie von Aktenvernichtungen und V-Mann-Enttarnungen rätseln die ermittelnden Behörden und die deutsche Öffentlichkeit, was genau sich in all den Jahren zwischen 1994 und 2011 in der rechten Szene zugetragen hat. Wo der Prozess bislang wenig ans Licht bringt, haben Stefan Aust und Dirk Laabs umso gründlicher recherchiert und enthüllen in einer genauen Chronik der Ereignisse die fast unglaubliche Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland.

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Buch zur NSU-Mordserie Das doppelte Deutschland Zweieinhalb Jahre nach Bekanntwerden der NSU-Mordserie erscheint endlich ein fundiertes Buch dazu. Die Autoren Stefan Aust und Dirk Laabs fördern in ihrer Geschichte Gespenstisches zutage. Von Nils Minkmar →  FAZ 6.06.2014

"In diesem Falle würde ich fast nichts ausschließen". Reinhard Jellen Stefan Aust und Dirk Laabs über den Staat und die NSU. Teil 1 -> Telepolis 21.06.2014

"Man darf den Zufall nicht unterschätzen" Reinhard Jellen. Stefan Aust und Dirk Laabs über Staat und NSU - Teil 2 ->Telepolis 22.06.2014

NSU: Antworten! Die Mitarbeiter des Bundesamtes für Verfassungsschutz, die Akten vernichtet haben, schweigen noch immer. Auch weil der Druck auf sie nicht groß genug war. Das muss sich ändern. Denn die wichtigsten Fragen haben sie noch immer nicht beantwortet. Von Dirk Laabs -> Debatiersalon, 5.06.2014

Georg Seeßlen. Rechter Terror, Tiefer Staat. NSU-Skandal Stefan Aust und Dirk Laabs haben eine 800 Seiten starke Chronik des Versagens vorgelegt -> Freitag 02.06.2014

NSU-MordserieVerfassungsschutz war zu nah dran Im Fall der NSU-Mordserie sei die Justiz auf dem rechten Auge blind gewesen - das ist die gängige These, warum die zehn Morde an Migranten und einer Polizistin jahrelang nicht aufgeklärt wurden. Der Journalist Stefan Aust sagte im DLF, die Behörden seien eher Opfer ihrer eigenen Strategie geworden, besonders nah an die Szene zu rücken - und hätten dann versucht, das zu vertuschen. Stefan Aust im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann →Deutschlandfunk 21.05.2014

Buch zur NSU-Mordserie "Das Aktenschreddern war Vorsatz und diente der Vertuschung". Auf 900 Seiten zeichnen Stefan Aust und Dirk Laabs die Ermittlungen der NSU-Mordserie nach. Das Buch zeigt, wie sehr Verfassungsschutz und rechte Szene verquickt waren - Interview mit Co-Autor Laabs. -> Stern vom 21.05.2014

Autoreninfos

Stefan Aust (Jahrgang 1946) ist ein deutscher Journalist und Autor. Er arbeitete viele Jahre für das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, dessen Chefredakteur er von 1994 bis 2008 war, und war später Herausgeber der Welt. Aust befasste sich in seiner journalistischen Tätigkeit vor allem mit politischer Zeitgeschichte, Terrorismus, Sicherheitsfragen und deutscher Nachkriegsgeschichte. Er veröffentlichte mehrere Sachbücher, darunter gemeinsam mit Dirk Laabs das Buch „Heimatschutz“, das sich mit dem NSU-Komplex und rechtsextremem Terror in Deutschland auseinandersetzt. Internationale Bekanntheit erlangte er zudem mit seiner Biografie über Ulrike Meinhof. Neben seiner publizistischen Arbeit war Aust auch als Produzent und Dokumentarfilmer tätig. Er lebt und arbeitet in Deutschland.

Wikipedia (DE): Stefan Aust  |  Website: Stefan Aust

Dirk Laabs (Jahrgang 1965) ist ein deutscher Journalist und Autor. Er arbeitete unter anderem für öffentlich-rechtliche Sender und recherchierte zu Themen wie Rechtsextremismus, Sicherheitsbehörden und Terrorismus. Bekannt wurde er insbesondere durch seine langjährige investigative Beschäftigung mit dem NSU-Komplex. Gemeinsam mit Stefan Aust veröffentlichte er das Buch „Heimatschutz“, das sich mit dem Nationalsozialistischen Untergrund, behördlichen Versäumnissen und der Entstehung rechtsextremer Netzwerke in Deutschland auseinandersetzt. Laabs veröffentlichte darüber hinaus Reportagen und Dokumentationen zu politischer Gewalt und staatlichen Institutionen. Seine Arbeit ist dem investigativen Journalismus zuzuordnen und basiert auf umfangreichen Aktenrecherchen.

Wikipedia (DE): Dirk Laabs

Erstellt: 24.06.2014 - 07:31  |  Geändert: 13.02.2026 - 08:50