Le Mensch. Die Ethik der Identitäten. Von Alfred Grosser

Wer bestimmt, was der Mensch ist: als Individuum oder Amtsinhaber, als Angehöriger einer Gruppe, Religion oder Ethnie? Facettenreich und mit vielen persönlichen Rückblicken schreibt der große Europäer Grosser über die Entstehung und Moral sozialer Identität. Dabei wehrt er sich gegen ein altes Grundübel, das aktueller ist denn je - den Finger, der auf andere zeigt, das "schlimme DIE": DIE Muslime, DIE Frauen, DIE Juden, DIE Deutschen, DIE Flüchtlinge.

ISBN 978-3-8012-0681-9     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Ein großes Buch, das uns auffordert, auch in schwierigen Zeiten niemals unsere Menschlichkeit zu verlieren. Klar in der Sprache und konkret in der Sache nimmt Alfred Grosser das Menschsein auf allen Feldern des gesellschaftlichen Lebens unter die Lupe: Kultur, Politik und Erziehung, Geschlecht, Geschichte und Religion, Geld und nationale Mythen - und natürlich unsere Identität in einem Europa mit Flüchtlingen oder ohne. Er warnt eindringlich vor Politikverachtung und zieht Bilanz über das "Menschwerden inmitten der Verzweiflung am Weltgeschehen". Sein Credo: "Penser juste, donc à la fois avec justesse et avec justice - Richtig denken heißt, mit Richtigkeit und mit Gerechtigkeit denken. Das klingt zwar im Deutschen nicht so gut, sagt aber doch das Wesentliche."

Mehr Infos...

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

»Meine Gene sind optimistisch.« Alfred Grosser Foto: Silvia Hauptmann Ein Gespräch über sein Buch »Le Mensch«, seine Unterstützung für Emmanuel Macron und die Bedeutung deutsch-französischer Beziehungen Von Katharina Schmidt-Hirschfelder → Jüdische Allgemeine 19.04.2017

Für den Menschen. Das gesamte geistige Werk des deutsch-französischen Schriftstellers Alfred Grosser ist auf Vermittlung ausgerichtet – zwischen den Nationen und den Kulturen. Jetzt ist „Le Mensch – Ethik der Identitäten“ des 92-Jährigen erschienen. Von Michael Opitz → Deutschlandfunk Kultur 18.04.2017

Wenn jemand zu einem komplexen Thema einen Text schreibt, der ohne Gespreiztheit auskommt, finde ich das prima. Einfach zu schreiben, ohne simpel zu werden, ist eine große Tugend und Fähigkeit. Alfred Grosser schreibt über Menschen, er macht daraus keine Philosophie des Menschseins auf Wolke Sieben. Er ist konkret, in der Realität. Und er setzt auf Aufklärung und Vernunft. Franz Müntefering → Freunde der Zeit ohne Datum

Den Anderen Mensch sein lassen. Alfred Grosser betrachtet in seinem neuen Buch „Le Mensch. Eine Ethik der Identitäten“ die komplexen Aspekte von Identität heute. Der Politikwissenschaftler, Schriftsteller und Europäer wehrt sich darin vor allem vehement gegen ein Grundübel, das das Zusammenleben der Menschen weltweit vergiftet: den Finger, der auf andere zeigt. Von Günter Rohleder → Deutschlandfunk 06.03.2017

Grossers Buch "ist eine Einordnung von subjektiver und kollektiver Identität in Deutschland und Frankreich seit den 30er Jahren im autobiographischen Stil von Alfred Gosser". Doris Bachmann-Medick → Kultur Wissen 2017

Der Autor:

Alfred Grosser, 1925–2024, geb. in Frankfurt am Main, war seit 1937 französischer Staatsbürger. Er war Professor für Politikwissenschaft am Institut d‘Etudes Politiques in Paris und Journalist, außerdem Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, Träger des großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland, der Wilhelm-Leuschner-Medaille 2004 sowie vieler anderer Auszeichnungen und Preise. Er war Autor zahlreicher Publikationen und "Mittler zwischen Franzosen und Deutschen, Ungläubigen und Gläubigen, Europäern und Menschen anderer Kontinente".

Alfred Grosser auf Wikipedia

Interview - Alfred Grosser: "Meine größte Hoffnung ist ein echtes Europa" | DW Deutsch

Interview - Alfred Grosser: "Meine größte Hoffnung ist ein
echtes Europa" → DW Deutsch Youtube 11.11.2018

[taz Studio] Leipzig 2017: Le Mensch – Alfred Grosser

[taz Studio] Leipzig 2017: Le Mensch – Alfred Grosser
taz Youtube 04.06.2018

 

Erstellt: 10.03.2024 - 07:30  |  Geändert: 10.03.2024 - 07:32

Autoren: 
Verlag: