Revolution at Point Zero
Hausarbeit, Reproduktion und feministischer Kampf

Die bedeutendsten Aufsätze einer der wichtigsten feministischen Denkerinnen unserer Zeit.

Silvia Federici hat durch ihren politischen Aktivismus und ihre Schriften Generationen von Feminist_innen inspiriert. Als Mitbegründerin der internationalen Kampagne »Lohn für Hausarbeit« hat sie den Grundstein für eine Theoriebildung gelegt, die das Leben und seine gesellschaftliche und soziale Reproduktion ins Zentrum setzt.

ISBN 978-3-89771-331-4 1. Auflage 25.02.2021 19,80 € Portofrei Bestellen (Buch)

Marxistische und feministische Theorien werden kritisch hinterfragt und neu zusammengesetzt, sodass sie die Bedeutung der Hausarbeit für den Kapitalismus und die Privatisierung von Dienstleistungen und Commons (Gemeingütern) erfassen und erklären können. 

»Revolution at Point Zero« vereint Federicis wichtigste Texte der letzten fünfzig Jahre, die bis heute nichts an politischer Brisanz und Aktualität eingebüßt haben. Im Gegenteil: Angesichts der aktuellen Krise der sozialen Reproduktion und der weltweiten Frauenstreikbewegung bietet die Lektüre nicht nur Bausteine für eine Analyse der gesellschaftlichen Zusammenhänge, sondern auch für eine feministische Revolution.

Wenn die Frauenbewegung wieder in Schwung kommen und nicht länger bloß eine weitere Stütze eines hierarchischen Systems sein möchte, muss sie sich mit den materiellen Grundlagen des Lebens von Frauen auseinandersetzen.« - Silvia Federici

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Rezension

»Inhaltlich lassen sie sich in drei Bereiche unterteilen: Der erste Teil setzt sich aus älteren Texten zur Hausarbeit zusammen, in denen Federici die häusliche Reproduktionsarbeit als Hebel oder Kernbereich sieht, um von hier ausgehend antikapitalistische Kämpfe zu führen. Im zweiten Teil kritisiert sie die globalen Entwicklungsszenerien, in dem sie u.a. die Rolle der Strukturanpassungsprogramme des IWF und der Weltbank in den weniger kapitalistisch entwickelten Peripherieländern unter die Lupe nimmt. (…) Im letzten Teil geht es um die zumeist von Frauen verrichtete bezahlte Reproduktionsarbeit im Norden unter Einbeziehung der Subsistenzlandwirtschaft im Süden. Der Band richtet sich an alle, die in der Frauenstreikbewegung aktiv sind, um die versteinerten Verhältnisse zum Tanzen zu zwingen.« [PDF] Von Antonia Laudon WeiberDiwan Sommer 2021, S.7

Weitere Pressestimme

»Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflage und die erste deutsche Ausgabe des Werks Revoultion at Point Zero, die sich mit der Transformation unseres Alltags und neuen Formen der Solidarität beschäftigt. Das Buch vereint Federicis wichtigsten Texte der letzten fünfzig Jahre. Die Analysen und Themen im Buch sind trotz der Veränderungen in der feministischen Bewegung noch von Bedeutung. Drei zusätzliche Texte erweitern die ursprüngliche Ausgabe. Die erste Auflage des Buches stammt aus dem Jahr 2012. Wichtige Themen des Buches sind die Vorrangstellung der reproduktiven Arbeit, die neue internationale Arbeitsteilung, die Kriege, die durch die Entwicklungspolitik angezettelt wurden, sowie der Aufschwung feministischer Bewegungen. […] Dieses Buch ist auf jeden Fall kein Einstiegswerk, man sollte sich im besten Fall schon mit der Thematik beschäftigt haben, die Texte sind teils sehr anspruchsvoll sowie eindeutig akademisch und wissenschaftlich formuliert. Eine Menge an zitierter, weiterführender Literatur ist vorhanden. Für alle Federici Begeisterten auf jeden Fall ein Muss!« Sylvia Aßlaber, aep informationen, Heft 3, 2021

Autoreninfos

Silvia Federici (Jahrgang 1942) ist eine italienisch-amerikanische Autorin, feministische Theoretikerin und Aktivistin. Sie zählt zu den prägenden Stimmen des marxistischen Feminismus und befasst sich insbesondere mit Fragen von Reproduktionsarbeit, Kapitalismus und Geschlechterverhältnissen. Federici war Mitbegründerin des International Feminist Collective und beteiligte sich in den 1970er-Jahren an der internationalen Kampagne „Wages for Housework“. Sie lehrte viele Jahre Politische Philosophie und Internationale Studien an der Hofstra University in New York und ist dort Professorin emerita. In ihren Arbeiten verbindet sie historische Analysen mit gesellschaftstheoretischen Fragestellungen und untersucht die Rolle von Gewalt, Enteignung und Arbeitsteilung in der Entstehung des modernen Kapitalismus. Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen zählt „Caliban and the Witch“, das international rezipiert wurde. Federici publiziert bis heute Essays und Bücher zu globalen sozialen Bewegungen und feministischer Theorie.

Wikipedia (DE): Silvia Federici  |  Wikipedia (IT): Silvia Federici

Herausgeberin der Reihe / Vorwort von

Friederike Beier forscht, lehrt und publiziert zu materialistischem Feminismus, sozialer Reproduktion und globaler Gouvernementalität. Als Politologin arbeitet und promoviert sie an der Freien Universität Berlin über die globale Regierung
und Quantifizierung sozialer Reproduktionsarbeit. Sie hat eine Tochter und lebt in Berlin. Bei Unrast ist zuletzt der Sammelband "materializing feminism. Positionierungen zu Ökonomie, Staat und Identität" (Beier, Haller, Haneberg 2018) erschienen.

Autoren
Verlag

Erstellt: 30.03.2026 - 06:20  |  Geändert: 30.03.2026 - 06:29