Halder. Von Max Bronski

Ein hellsichtiger politischer Thriller über Cop Culture und einen Sicherheitsapparat, der bis in höchste Kreise auf dem rechten Auge blind ist: Kurt Halder, der Präsident des Verfassungsschutzes, macht sich auf den Weg von Köln nach München, um an einer Sitzung der Soko Nordring teilzunehmen. Ein Polizeiwagen ist abgefackelt worden, ein Kommissar kam dabei ums Leben. Die Polizei verdächtigt ein militantes linksradikales Netzwerk, dies ruft den Verfassungsschutz auf den Plan. Aber auch rechtsextreme Kreise sind in das Geschehen verwickelt, der Ermordete gehörte einer subversiven Polizeigruppe an und verschickte Drohbriefe an Exponenten der linken Szene.

ISBN 978-3-96054-264-3     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Halder entwickelt ein persönliches Interesse an dem Fall, er nimmt zwei ehemalige RAF-Sympathisanten ins Visier, die den Eindruck erwecken, ihren antikapitalistischen und antifaschistischen Kampf wiederaufnehmen zu wollen. Halder sieht sich bei der Bekämpfung der RAF-Restbestände in der Tradition großer Vorgänger, die ihren Einsatz mit dem Leben bezahlen mussten. Zu diesem Motiv gesellt sich noch ein weiteres: Eine ehemalige Schulkameradin hat sich bei Halder gemeldet und ihn zu einem Besuch eingeladen, den er mit seiner Dienstfahrt verbinden kann. Ein Jugendtraum scheint wahr zu werden. – Schicht für Schicht seziert Max Bronski Weltanschauung und Innenleben eines rechten Ideologen an höchster Stelle.

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Leseprobe des Verlags

Kurt Halder gegen den Staat. Max Bronski erzählt die Geschichte eines rechten Ideologen. Von Joachim Feldmann → der Freitag 16.11.2021

Der Autor:

Max Bronski (Franz-Maria Sonner), geboren 1953 in Tutzing, ist Autor zahlreicher Kriminalromane. Seine Reihe um den Münchner Antiquitätenhändler Gossec (zuletzt erschien 2018 Schneekönig) ist legendär. Für Oskar erhielt er 2019 den Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres; zuletzt erschien Jaguar (2020). Max Bronski lebt in München.

 

Erstellt: 02.12.2021 - 07:18  |  Geändert: 02.12.2021 - 07:19

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