Die belagerte Welt. Corona: Die Mobilisierung der Angst – und wie wir uns daraus befreien können. Von Kees van der Pijl

Dieses Buch soll zur Befreiung von der Psychose der Angst beitragen, in die die Welt gestürzt wurde. Im Laufe der Recherchen und des Schreibens habe ich festgestellt, dass die „Pandemie“ kein einfacher, einmaliger Betrug oder großartiger Plan ist, der von Klaus Schwab, dem Orakel von Davos, ausgeheckt und von den nationalen Regierungen gehorsam ausgeführt wird.

ISBN 978-3-98586-018-0     24,90 €  Portofrei     Bestellen

Der Autor: Meine These in diesem Buch ist, dass die Gesellschaft, wie wir sie kennen, der globale Kapitalismus mit seiner Basis im Westen, in eine revolutionäre Krise geraten ist. Nach jahrelanger Vorbereitung hat die herrschende Oligarchie, die heute weltweit die Macht ausübt, den Ausbruch der SARS-CoV-2 zugeschriebenen Atemwegserkrankung Covid-19 zum Anlass genommen, Anfang 2020 einen globalen Ausnahmezustand auszurufen. Mit dieser Machtergreifung soll verhindert werden, dass die Revolution der Informationstechnologie , die in dieser Hinsicht mit dem Aufkommen des Buchdrucks am Ende des Mittelalters verglichen werden kann, einen demokratischen Wandel einleitet.

Im Jahr 2008 kam die Spekulationsmaschine eines 20 Jahre zuvor entfesselten Kapitalismus zum Stillstand. Das Kasino wurde nach kurzer Zeit wiedereröffnet, mit einem Wasserschaden, wie es schien, doch in der Zwischenzeit hatte sich in der Weltbevölkerung eine nie dagewesene Unruhe entwickelt. Anders als am Vorabend des Ersten Weltkriegs hatte die Massenunzufriedenheit keine eindeutige politische Ausrichtung, da die IT-Revolution, anders als die industrielle Revolution, keine organisierte revolutionäre Kraft wie die sozialistische Arbeiterbewegung hervorbrachte. Die Unruhen, die nach 2008 aufkamen, gingen in alle Richtungen - Arabischer Frühling, Occupy Wall Street, die Gelbwesten in Frankreich und so weiter. Streiks, Unruhen und regierungsfeindliche Demonstrationen sowie Massenmigration und Drogenmissbrauch haben seither alle bisherigen Rekorde gebrochen - bis die Weltgesundheitsorganisation den Notstand ausrief. Regierungen auf der ganzen Welt folgten und verhängten Ausnahmezustände, die paradoxerweise mit dem Abklingen des Virus verschärft wurden.

Es handelt sich um eine komplexe historische Krise, eine Machtergreifung durch die weltweit herrschende Klasse, die von verschiedenen Ausgangspositionen aus eingeleitet wurde. Vieles von dem, was über die Covid-"Pandemie" noch geheimnisumwittert ist, bleibt vorläufig unenthüllt. Es scheint sicher, dass das Virus aus einem Labor entwichen ist, aber aus welchem, wissen wir nicht. Was wir feststellen können, ist, dass die offizielle Darstellung dessen, was um uns herum geschieht, in hohem Maße unrichtig ist und irgendwann zusammenbrechen wird. Die Zeitspanne, bis dies geschieht, sollte nicht unterschätzt werden, denn die Mainstream-Medien sind ein wichtiger Teil des Komplexes von Kräften, die in diesem Prozess die Macht ergriffen haben. Täuschung und Propaganda in Bezug auf wichtige historische Ereignisse sind seit den 1990er Jahren zur Routine geworden. Entscheidend ist, dass die Machtergreifung der "Coronisten" einen demokratischen Übergang zu einer Gesellschaft jenseits des Kapitalismus verhindert.

Die revolutionäre Krise, die jetzt akut geworden ist, besteht darin, dass die Regierungen ihre Bevölkerungen als Geiseln genommen haben und sie nicht freizulassen wagen oder können. Dies ist ein weiterer Grund, warum das ganze Unternehmen zum Scheitern verurteilt ist. Zu viel ist zu früh und unzusammenhängend in Gang gesetzt worden, und die Widersprüche zwischen den verschiedenen Interessen und Institutionen, die scheinbar alle übereinstimmen, werden zwangsläufig in einen offenen Konflikt münden.

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Das Buch ist wie folgt aufgebaut. Im ersten Kapitel stelle ich die wichtigsten Fakten zur Pandemie vor, die deutlich machen, dass wir es nicht mit einem medizinischen, sondern mit einem politischen Notfall zu tun haben. Was sich vor unseren Augen abspielt, ist der schrittweise Austausch des westlichen Liberalismus gegen eine autoritäre Staats- und Gesellschaftsstruktur, alles im Namen des "Virus".

Der im Frühjahr 2020 ausgerufene Kriegszustand dient in Wirklichkeit der Sicherung der bestehenden Ordnung; wie George Orwell in seinem prophetischen Roman 1984 darlegte, dienen alle modernen Kriege in erster Linie diesem Zweck. Doch der Ausnahmezustand hat im Westen andere Vorläufer als in den sogenannten Anwärterstaaten wie China. Deren Gesellschaften leben in gewissem Sinne in einem permanenten Ausnahmezustand. Daher ist auch die Art und Weise, in der die Bevölkerung Repressionen ausgesetzt ist, eine andere. In einem Land wie China sind die Menschen seit Generationen an die Grenzen des politischen Engagements gewöhnt; in der liberalen Tradition hingegen sind drakonische, nur mit psychologischer Kriegsführung und geistiger Folter vergleichbare Sanktionen nötig.

In Kapitel 2 gehe ich auf die Frage ein, warum dieser Prozess eingeleitet wurde, wenn es keinen echten medizinischen Notfall gibt. Der Vergleich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ist hier angebracht. Auch hier ist in bestimmten Regionen und Ländern eine zunehmende Welle von Volksunruhen zu beobachten, die an einen Aufstand grenzen. Im Nahen Osten und in Ländern wie Indien, Chile und Frankreich traten Bewegungen auf den Plan, die in der Lage waren, Regierungen zu stürzen, oder dies bereits getan hatten und die den herrschenden Klassen in aller Welt Angst einflößten. Mit dem Ausnahmezustand von Covid ist die Volksbewegung in ihrer ganzen Vielfalt vorerst eingefroren worden. Die spezifische soziale Struktur Nordamerikas, Australasiens und Europas hat diese Quasi-Normalisierung bisher begünstigt. Auf der einen Seite haben wir einen kosmopolitischen Kader, der für die Oligarchie arbeitet und sich in den Großstädten konzentriert. Er teilt sich den städtischen Raum mit einer wachsenden Einwandererpopulation, die vor allem in niederen Berufen tätig ist. Ihr gegenüber steht eine marginalisierte einheimische Bevölkerung, die weitgehend überflüssig geworden ist. In diesem komplexen Kräftegefüge hat sich eine politische Pattsituation herauskristallisiert, in der die Bezeichnungen "links" und "rechts" an Aussagekraft verlieren, die aber dennoch ein revolutionäres Potenzial birgt. Das Kapitel beschreibt auch die Schattenstrukturen der Repression, die die vorherige Ära des Klassenkompromisses begleiteten. Diese sind nun offen zutage getreten und haben sich Methoden der Aufstandsbekämpfung zu eigen gemacht, um dem wachsenden Widerstand gegen den Ausnahmezustand zu begegnen.

In Kapitel 3 analysiere ich die Covid-Krise als Machtergreifung, die der Gesellschaft eine "neue Normalität" aufzwingen soll. Jede Machtausübung im liberalen Kapitalismus beruht auf einem Gesellschaftsvertrag mit einer begleitenden Ideologie, einem umfassenden Herrschaftskonzept, das die Rolle ersetzt, die zuvor die Religion, die Nation oder eine Zivilisation gespielt hat. Diesmal hat sich die herrschende Klasse dafür entschieden, nicht darauf zu warten, dass sich eine "neue Normalität" organisch aus dem Prozess der Klassenbildung ergibt, wie nach dem Zweiten Weltkrieg und in den 70er Jahren. Der Kapitalismus ist nicht mehr in der Lage, einen rationalen Klassenkompromiss herbeizuführen, und hat stattdessen begonnen, mittels Worst-Case-Szenarien zu regieren. Der neue Machtblock, der aus den nachrichtendienstlichen Bedürfnissen des nationalen Sicherheitsstaats der USA hervorgegangen ist und als IT-Monopole und ausufernde (Multi-)Medienkonglomerate privatisiert wurde, hat das Covid-Szenario durch einen externen Schock von oben aufgezwungen, der eine Überwachungsgesellschaft schaffen soll. Das Finanzwesen hatte von den IT-Innovationen profitiert, aber nach dem Crash von 2008 wurden die riskantesten Formen der Spekulation durch die Umstrukturierung der Finanzkontrolle in Form von "passiven Indexfonds" wie BlackRock eingedämmt. Ob die Covid-Krise genutzt wurde, um einem drohenden Finanzkollaps zuvorzukommen, die Wiederwahl des populistischen Präsidenten Donald Trump zu verhindern, oder beides, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Der nationale Populismus, der die politische Krise der westlichen Demokratie überwinden will, indem er wie in den 1930er Jahren die Unzufriedenheit gegen die privilegierten städtischen Kader und gegen Einwanderer mobilisiert, präsentiert sich als revolutionäre Kraft. Doch unter den gegenwärtigen Bedingungen scheint der Mainstream in der Oligarchie diese Hilfskraft vorerst nicht zu brauchen.

In Kapitel 4 zeige ich, dass eine - reale oder eingebildete - Pandemie zum idealen Deckmantel für die Etablierung der Überwachungsgesellschaft geworden ist, ohne auf offene Gewalt zurückgreifen zu müssen. Nachdem die Angst vor dem Terrorismus nachgelassen hatte, erwiesen sich die vermeintliche Bedrohung durch "Putin", das Gespenst des Klimawandels und andere Worst- Case-Szenarien als ungeeignet, die Gesellschaft in gleichem Maße zu mobilisieren. Der Ausbruch einer unbekannten Infektionskrankheit hat sich stattdessen als äußerst wirksame Umsetzung der Politik der Angst erwiesen, auf die sich die Legitimität der Regierungen im Westen nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus stützt. Nach der Jahrhundertwende zeigten SARS-1, die Vogelgrippe und nach dem Finanzkollaps die Mexiko- oder Schweinegrippe-Panik von 2009, was mit einem Virusalarm politisch möglich war, auch wenn diese Epidemien nicht weit genug verbreitet waren, um die Verhängung eines Ausnahmezustands zu ermöglichen. Doch die Lockdowns in China und Kanada zur Zeit von SARS-1 haben gezeigt, dass die Bürger einen solch radikalen Eingriff als Test für ihre Staatsbürgerschaft, ja sogar für ihren Patriotismus empfinden. 2010 entwarf die Rockefeller Foundation ein detailliertes Szenario für eine imaginäre Pandemie, die eine Massenunterdrückung ermöglichen würde. In den darauffolgenden Jahren wurde das Drehbuch für eine integrale Abschaltung der Gesellschaft im Detail ausgearbeitet.

Die Zermürbungstaktik (Exklusivabdruck). Das Corona-Establishment wendet psychologische Kriegsführung und Folter an, um Abweichler auf Linie zu bringen. Daumenschrauben, Elektroschocks oder Waterboarding — so stellt man sich gemeinhin Folter vor. Wo das Zufügen von extremem körperlichem Schmerz fehlt, meinen wir, es noch mit gesitteten, freiheitlichen Staaten zu tun zu haben. Dabei übersehen aber die meisten, dass das derzeitige Corona-Geschehen der gleichen „Logik“ folgt wie Folter. Um die vom Folternden erhoffte Wirkung zu erzielen, wird der Gefolterte bestimmten sorgfältig geplanten und dosierten Qualen ausgesetzt, mit der Absicht, ihn zum Einlenken zu zwingen. Fehlen körperliche Angriffe und kommt dieses Prinzip „nur“ auf der psychologischen Ebene zur Anwendung, spricht man auch von „Weißer Folter“. Wer meint, dass eine solche Beschreibung auf die derzeitige Situation der Corona-Opposition und der Ungeimpften nicht zutrifft, der sollte sich nur einmal folgende Fragen stellen: Wie geht es mir derzeit, und wie hat sich mein Gemütszustand in den letzten zwei Jahren verändert? Welchen Anteil haben Belehrungen und Beschimpfungen durch systemtreue Politiker, Medien und Privatpersonen an meinem Befinden? Ist meine ursprüngliche Absicht — zum Beispiel, mich nicht impfen zu lassen — in jüngster Zeit ins Wanken geraten? Der niederländische Politikwissenschaftler Kees van der Pijl beleuchtet in seinem Beitrag Geschichte und Wesen einer neuen Art des Staatsterrors. → Rubikon 25.11.2021

Der Autor:

Kees van der Pijl, 1947 in Dordrecht (Niederlande) geboren, war bis 2019 Professor für Internationale Beziehungen an der University of Sussex. Umfassende Studien über transnationale Klassen und globale politische Ökonomie waren sein Forschungsschwerpunkt. Er ist Autor einer Vielzahl von Büchern, zuletzt „Der Abschuss – Flug MH17, die Ukraine und der neue Kalte Krieg“. Als Antikriegsaktivist ist er derzeit u. a. Mitarbeiter im niederländischen „Wachsamkeitskomittee gegen die Wiederkehr des Faschismus“.

 

Erstellt: 26.11.2021 - 05:58  |  Geändert: 26.11.2021 - 05:59