Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage. Von Bénédicte Savoy

WIE AFRIKA SCHON VOR 50 JAHREN UM SEINE KUNST KÄMPFTE - UND VERLOR

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Auf der Grundlage von unzähligen unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzählt Bénédicte Savoy die gespenstische Geschichte einer verpassten Chance, einer Niederlage, die heute mit umso größerer Wucht auf uns zurückschlägt.

ISBN 978-3-406-76696-1     24,00 €  Portofrei     Bestellen



Afrikas Bemühungen um seine in der Kolonialzeit nach Europa verbrachte Kunst sind keineswegs neu. Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien die Unabhängigkeit erlangten, wurde von afrikanischen Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten eine ungeheure Dynamik in Gang gesetzt. In ganz Europa suchten daraufhin Politikerinnen und Politiker, Journalisten, Akademiker und einige Musemsleute einen Weg, afrikanische Kulturgüter im Sinne einer postkolonialen und postrassistischen Solidarität zurückzugeben. Die Argumente aber, mit denen andere versuchten, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute. Schließlich verlief alles im Sand. Bénédicte Savoy verfolgt den postkolonialen Aufbruch und sein Ersticken und fragt, welche Akteure, Strukturen und Ideologien damals dafür sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen Rückgabe von Kulturgütern traurig scheiterte.

Ein historisches Lehrstück von unheimlicher Aktualität
Die Geschichte einer verpassten Chance nach dem Ende des Kolonialismus
Bénédicte Savoy ist Koautorin des vielbeachteten "Berichts über die Restitution afrikanischer Kulturgüter" für Emmanuel Macron
Nur zehn Prozent der afrikanischen Kulturgüter befinden sich heute auf afrikanischem Boden

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Die Autorin:

Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst.

Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy | Plädiert für eine neue und gerechte Museumskultur | SWR1 Leute

Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy | Plädiert für eine neue und gerechte Museumskultur
SWR1 Leute Youtube 26.03.2021

Bénédicte Savoy: Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen Niederlage

Bénédicte Savoy: Afrikas Kampf um seine Kunst. Geschichte einer postkolonialen
Niederlage → Philipps-Universität Marburg Youtube 11.02.2021

Koloniale Raubkunst - Prof. Dr. Bénédicte Savoy im Interview | ZDF Magazin Royale

Koloniale Raubkunst - Prof. Dr. Bénédicte Savoy im Interview
ZDF Magazin Royale Youtube 11.12.2020

 

Erstellt: 28.07.2021 - 07:15  |  Geändert: 28.07.2021 - 07:21

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