Little Boy. Von Lawrence Ferlinghetti

»So habe ich mein ganzes Leben lang geschrieben«, sagt der legendäre Beatnik-Dichter Lawrence Ferlinghetti über »Little Boy«, den aufregenden Roman über sein Leben, das nun 100 Jahre umspannt. Er erinnert sich darin an die Trennung von seiner Mutter, an seine Kindheit bei einer Tante in Frankreich und wie er bei einer wohlhabenden, aber kaltherzigen Pflegefamilie in Bronxville aufwuchs. Zugleich fängt er in einem turbulenten Strom aus Gedanken und Assoziationen das magische Lebensgefühl seiner Generation ein. 

ISBN 978-3-89561-441-5     22,00 €  Portofrei     Bestellen

Im Kalifornien der fünfziger Jahre gründete Ferlinghetti, nachdem er in Paris studiert und den Zweiten Weltkrieg als Marinesoldat im Pazifik und den D-Day in der Normandie miterlebt hatte, den Buchladen und Verlag City Lights, wo Ginsbergs »Howl« erschien und Kerouac und Burroughs ein und aus gingen. So wild, wie der Beat in Musik und Literatur tobte, so temperamentvoll und leidenschaftlich lässt Ferlinghetti den Anbruch der Hippiebewegung wieder lebendig werden, empört sich, mischt sich ein, klagt an - und beschwört die Kunst als politischen Protest.

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Leseprobe des Verlags

Presse:

»Eine Legende: einer der bekanntesten und einflussreichsten Dichter der USA.«
New York Times

»Unser wahrer amerikanischer Dichter.«
Patti Smith

»Ein mutiger Mensch und ein mutiger Poet.«
Bob Dylan

»Lawrence bringt einen erst zum Lachen, dann überwältigt er einen mit der Wahrheit.«
Francis Ford Coppola

»Ein hinreißendes, witziges und sprachlich brillantes Werk. Little Boy ist ein Text-Stakkato, das übergangslos von Hamlet zum Bildchen auf der Haferflockenpackung springt. (...) Großartig.«
Bettina Fraschke, HNO Hessische/Niedersächsische Allgemeine

»Unverblümt, scharfsinnig und humorvoll.«
Barbara Munke, dpa

»Der gute alte stream of consciousness, anspielungsüberreich wie beim mittleren Saul Bellow, und nebenbei muss die Weltliteratur von Plato über Dante und Cervantes abgehandelt werden.«
Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung

»Beginnt wie ein Roman, aber nach nicht einmal dreißig Seiten hebt er ab, (...) strömt um Gegenwärtiges und Vergangenes, mit zauberhafter Ironie.«
Franziska Hirsbrunner, SRF

»Dieser Erzähler-Freigeist, dessen Gedanken und Geschichten auf wildeste Weise ins Kraut schießen und mäandern, ist mit Lawrence Ferlinghetti doch aufs Engste verwandt.«
Ulrich Rüdenauer, WDR3

»So ist auch Ferlinghettis Little Boy ein hirnrauschenerzeugendes Weltpoem, nichts weniger.«
Bettina Fraschke, HNA Hessische/Niedersächsische Allgemeine

»Ein unwiderstehlicher Flow (...), der mich an Coltrane-Tracks denken lässt und den man (...) als Statement gegen den dämlichen Trend zu breitest ausgewalzten Romanen verstehen kann.«
Franz Dobler, Junge Welt

»Eine Art Autobiografie, die konventionell beginnt und schließlich als reißender Wortstrom über die Ufer tritt, eine poetische Meditation, im Wortsinn ohne Punkt und Komma.«
Frank Schäfer, taz

»Was Intertextualität in der Moderne bedeutet, bekommt man vielleicht an keinem Werk so deutlich zu fassen wie an Ferlinghettis.«
Jan Wiele, FAZ

»Ein einzigartiger >Jahrhundertgesang< voller >Schwemmmaterial< an Bewusstsein und Erinnern, und Assoziationslust über die unabschließbare Suche nach dem eigenen Ich abseits von Konsum und Kapitalismus.«
Manfred Bosch, ekz-Bibliotheksservice

»Dieses Buch sollte an Schreibschulen und Dichterinstituten ausliegen.« Alexander Kluy, Buchkultur

»Ein Prosagedicht, eine Fantasie, ein Monolog, der vom Hundertsten ins Tausendste gerät und immer auch politisch ist, kapitalismuskritisch sowieso.« Peter Pisa, Kurier

»So wird bei Ferlinghetti aus Prosa Poesie, anspielungsreich und voller Drive, nicht selten auch mit einem jugendlichen Hang zum Kalauer. Altersmilde wirkt das nie.« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»Er lässt mit wildem Blick die Realität vorüberziehen, um eine Fabel von Schall und Wahn entstehen zu lassen, die alles besagt (...) ohne Punkt und Komma.« Ute Büsing, INFOradio rbb

»Die Geschichte eines eindrucksvollen und prallen Lebens fließt einfach so in den Leser hinein.« Harald Schwiers, Kurier

»Ein Wirbel von Zeiten, Erinnerungen und Dichtung.« Alexander Kluy, Jüdische Allgemeine

Der Autor:

Lawrence Ferlinghetti wurde 1919 in Yorkville geboren. Als Dichter, Maler, Aktivist und Verlagsgründer gehört er der Beatbewegung an. Sein Gedichtband 'A Coney Island of the Mind' (1958) ist in den USA bis heute ein Bestseller und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ferlinghetti erhielt internationale Auszeichnungen und verweigerte zuletzt aus Protest gegen die Politik Viktor Orbáns den Preis des ungarischen PEN Club.

Der Übersetzer:

Ron Winkler, geboren 1973 in Jena, lebt in Berlin. Von ihm erschienen bisher fünf Gedichtbände, zuletzt 'Karten aus Gebieten' (2017). Herausgeber verschiedener Anthologien, darunter 'Schneegedichte' (2011). Für seine Texte erhielt er den Leonce-und-Lena-Preis, den Mondseer Lyrikpreis, den Lyrikpreis München und den Basler Lyrikpreis. Zu seinen Übersetzungen zählen ausgewählte Gedichte von Billy Collins und ein Roman von Forrest Gander.

Der Autor auf Wikipedia

 

Erstellt: 01.03.2021 - 05:48  |  Geändert: 01.03.2021 - 05:49