Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung. Von Michael Rothberg

Michael Rothberg zeichnet eine erinnerungskulturelle Tradition von der Nachkriegszeit bis ins 21. Jahrhundert nach, die von wechselseitigen Bezugnahmen zwischen Kolonialismus, Sklaverei, Rassismus und Nationalsozialismus, Holocaust, Antisemitismus gekennzeichnet ist. Dieses Archiv der multidirektionalen Erinnerung, das Denkerinnen und Kulturproduzentinnen wie Hannah Arendt, Aimé Césaire, W.E.B. Du Bois, Marguerite Duras Michael Haneke und andere versammelt, deutet darauf hin, dass sich Opferkonkurrenz und Aufmerksamkeitskonflikte auf dem Feld der Erinnerung vermeiden lassen. 

ISBN 978-3-86331-558-0     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Vielmehr rücken Analogiebildungen, Querverweise und Vergleiche in den Fokus der Aufmerksamkeit, durch die die Erinnerung an spezifische historische Ereignisse verstärkt und die Spezifik der jeweiligen Gewaltgeschichten und Herrschaftsverhältnisse nicht infrage gestellt wird.

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Inhaltsverzeichnis

Gegen Opferkonkurrenz: Es gibt auch in Deutschland kein isoliertes Gedenken. Der amerikanische Holocaustforscher Michael Rothberg fordert, die Vielfalt der Erinnerungen anzuerkennen. Ein Essay auf der Grundlage seines neuen Buches. Michael Rothberg → Berliner Zeitung 21.2.2021

Die Sackgasse der Opferkonkurrenz. Erinnerungspolitik muss nicht ein Unrecht gegen ein anderes ausspielen. Das zeigt der US-Literaturwissenschaftler und Holocaust-Forscher Michael Rothberg in seinem eindrücklichen, nun endlich ins Deutsche übersetzten Buch. Von Jürgen Zimmerer → Deutschlandfunk Kultur 18.02.2021

Macht uns das Gedenken an den Holocaust blind für andere deutsche Verbrechen? Historiker streiten über die Frage, ob die Vergangenheitsbewältigung unangenehme Nebeneffekte hat – etwa im Umgang mit Deutschlands Kolonialgeschichte. Von Tobias → Rapp Spiegel 12.02.2021

 

Erstellt: 24.02.2021 - 07:28  |  Geändert: 25.02.2021 - 05:48

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