Die Digitalisierung der deutschen Autoindustrie. Kooperation und Konkurrenz in einer Schlüsselbranche. Von Peter Schadt

Die Digitalisierung biete Chancen und Risiken, gerade in der Autoindustrie stärke sie die Wettbewerbsfähigkeit - in Reaktion auf die Sachzwänge des Weltmarkts. In dieser Sichtweise erscheint die neue Technologie als Subjekt, angetreten zur Innovation ganzer Branchen. Dagegen fragt Peter Schadt, wer sie zu welchem Zweck ins Werk setzt. Indem er handelnde Akteure benennt, lässt sich die Digitalisierung als Mittel zur Durchsetzung von Interessen begreifen. Und das mit weitreichenden Folgen für die Arbeitsbedingungen bei VW, BMW und Co. Zugleich geht er gewerkschaftlichen Handlungsspielräumen im Rahmen der Industrie 4.0 nach.

ISBN 978-3-89438-745-7     32,00 €  Portofrei     Bestellen

So lassen sich auf mehreren Ebenen Veränderungen von 'Kooperation und Konkurrenz' in den Blick nehmen: Zwischen Kapitaleignern und Beschäftigten, zwischen verschiedenen Unternehmen sowie zwischen Lohnabhängigen. Der Band schließt mit einem Ausblick auf die Konkurrenz nach außen: die Rivalität der deutschen Autoindustrie mit dem US-amerikanischen Pendant zur Industrie 4.0, dem "Industrial Internet", und dem Programm "China 2025".

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kampfansagen. Die Autoindustrie verändert sich, die Digitalisierung wird vorangetrieben. Die Konkurrenz der Kapitalfraktionen und Staaten untereinander nimmt an Schärfe zu. Von Peter Schadt → junge Welt 04.08.2020

Scheinsubjekt Digitalisierung. Nicht die neue Technik an sich flexibilisiert die Arbeit und vernichtet Arbeitsplätze. Es ist das Kapital, das sie zu diesem Zweck entwickelt und durchsetzt. Von Peter Schadt → junge Welt 11.06.2020

Der Autor:

Peter Schadt, Sozialwissenschaftler, Gewerkschaftssekretär beim DGB; schreibt unter anderem für das »Soziologie­magazin«.

 

Erstellt: 24.01.2021 - 06:28  |  Geändert: 24.01.2021 - 06:32