Der treue Verstorbene. Von Germano Almeida

Germano Almeida ist der bekannteste Autor der kapverdischen Inseln. In seinem 2018 erschienenen Roman "Der treue Verstorbene" präsentiert er uns einen satirischen Blick auf seine Heimat, auf eine postkoloniale Gesellschaft, die sich inzwischen als moderne Demokratie versteht, eine der wenigen in ganz Afrika. Auslöser der Geschichte ist die Ermordung des berühmtesten Schriftstellers der Inseln, der unmittelbar vor der Präsentation seines lang erwarteten neuen Buches von seinem besten Freund erschossen wird.
Was wie ein Krimi beginnt, nimmt jedoch bald einen weitaus spannenderen Weg.

ISBN 978-3-88747-378-5     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Almeida entfaltet das durch den Mord ausgelöste opulente Geschehen, von der Aufbahrung des Toten im Palast des Volkes bis zum Staatsbegräbnis mit Präsident, Premier und anderer Prominenz. Gleichzeitig erzählt er von der Freundschaft der beiden Männer sowie in die Vorgeschichten der anderen beteiligten Personen, besonders der zwischen ihnen, dem Toten und seinem Mörder, stehenden Frau. Mit leichter Hand und viel Freude am Erzählen schreibt Almeida über deren Leben auf den Inseln, in Afrika oder in Lissabon und bietet so auch eine Geschichte des Lebens auf den Kapverden. Leserinnen und Leser dürfen sich auf eine schöne, erkenntnisreiche Entdeckung freuen.

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Der Autor:

Germano Almeida, geboren 1945 als Sohn eines Zimmermanns auf der Insel Boa Vista der damals portugiesi­schen Kolonie Kap Verde, Studium der Rechtswissenschaft in Lissabon. Nachdem Kap ­Verde sich 1975 von Portugal im Zuge der Nelkenrevolution für unabhängig erklärt hatte, wurde ­Almeida 1976 zum Generalstaatsanwalt der Inselgruppe ernannt. 1979 Umzug nach Mindelo (Insel São ­Vicente), Arbeit als Anwalt. 1989 erscheint sein erster Roman, O testamento do Senhor Napomuceno da Silva Araújo (Deutsch: »Das Testament des Herrn Napumoceno«, Unions Verlag); Seither viele Veröffentlichungen.

Der Übersetzer:

Michael Kegler übersetzt seit Ende der Neunzigerjahre Literatur aus dem Portugiesischen, darunter Werke von José Eduardo Agualusa (Angola), Paulina Chiziane (Mosambik), Gonçalo M. Tavares (Portugal). 2014 erhielt er für seine Arbeit den Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW und 2016 gemeinsam mit dem brasilianischen Schriftsteller Luiz Ruffato den Internationalen Hermann-Hesse-Preis.

 

 

Erstellt: 11.10.2020 - 07:14  |  Geändert: 11.10.2020 - 07:14