Tage mit Felice. Von Fabio Andina

Ein Bergdorf im Tessin. Das frisch gestrichene Gemeindehaus, die Bar, wo der Alkohol fließt, der Schulbus aus Acquarossa, der Bauer Sosto, der letzte, der Kühe hat. Das Dorf von Felice. Vor dem ersten Hahnenschrei bricht er auf, der alte Kauz, der meistens barfuß läuft, um in einer Gumpe weit oben hinter dem Kiefernwald zu baden. Auch bei Regen, auch bei Schnee. Danach hackt er Holz, pflückt im Garten Kakis, und wenn er im Wald Pilze findet, kommt er mit Käse zurück. Der junge Mann aus der Stadt, der mit ihm geht, entdeckt eine nie gesehene Dunkelheit, eine Stille, die hörbar, eine Kälte, die Hitze wird - und so manches Geheimnis um den neunzig Jahre alten Mann. Ihm wird klar: Wir dürfen uns Felice als glücklichen Menschen vorstellen.

ISBN 978-3-85869-863-6     24,00 €  Portofrei     Bestellen


Tage mit Felice ist ein minimalistisch erzählter Roman über die Kunst des einfachen Lebens und zugleich das Porträt eines Dorfs im Bleniotal. Dort oben, den Härten der Jahreszeiten ausgesetzt, wo niemand ein leichtes Auskommen hat, sind die Menschen rau und wortkarg und lieber mit den Tieren zusammen. Und doch ist da eine starke Gemeinschaft, die Leben und Tod und den Einbruch des technischen Zeitalters ganz selbstverständlich teilt. Eine ergreifende, entschleunigende Lektüre.

"Ein absolut überraschendes Buch, das zum Interessantesten gehört, das in den letzten Jahren aus der italienischen Schweiz publiziert wurde."
Aus der Jurybegründung Terra Nova Preis 2019

Mehr Infos...

„Ein Buch, das die Menschen im Innersten berührt.“ Autorengespräch → Buchmarkt 12.06.2020

 

Podcast-Lesung: Fabio Andina: "Tage mit Felice" → ARD 07.05.2020

 

Am Ende landen wir alle auf dem Kompost. Der Tessiner Schriftsteller Fabio Andina hat einen grossartigen Roman geschrieben über das Nichts, das Glück und alles andere auch. Rezension von Roman Bucheli → NZZ 06.05.2020

 

Maroni und Kräutertee im Tessin. Nicht nur die frugale Kost hat Felice 90 Jahre alt werden lassen. Scheinbar eintönig ist sein Leben zwischen Kakis sammeln und gegenseitigen Besuchen in der Nachbarschaft des Schweizer Bleniotals. Doch wer Tage mit dem wenig greisenhaften Greis verbringt, weiß es bald besser. Rezension von Katja Lückert → Deutschlandfunk 24.04.2020

Fabio Andina zeigt dem Leser eine Welt, die ihrem ganz eigenen Rhythmus folgt. Es gibt eine Tradition des bäuerlichen Erzählens in der italienischsprachigen Literatur, an die Fabio Andina anknüpfen kann. Sie reicht von Giovanni Verga über Cesare Pavese zum schweizer Schriftsteller Plinio Martini. Rezension von Katja Lückert → NDR 03.04.2020

Der Autor:

Fabio Andina, geboren 1972 in Lugano, studierte Filmwissenschaften und Drehbuch in San Francisco. Heute lebt er wieder im Tessin, im Malcantone. Tage mit Felice ist sein zweiter Roman und sein erstes Buch in deutscher Übersetzung. Es wurde mit dem Preis Terra Nova 2019 der Schweizerischen Schillerstiftung und dem Premio Gambrinus 2019 ausgezeichnet.

 

Erstellt: 07.07.2020 - 08:34  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:56

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