Matthew Blackburn: Der Plan, Russland unter Druck zu setzen, hat einen großen Fehler
auf YouTube (10.08.2026) 1:03:19
Matthew Blackburn ist ein politischer Analyst mit Schwerpunkt auf Russland und dem postsowjetischen Raum, der häufig bei The National Interest und Responsible Statecraft veröffentlicht.
Gespräch mit dem Politikanalysten Matthew Blackburn (Schwerpunkt Russland und postsowjetischer Raum, u.a. The National Interest, Responsible Statecraft) über die westliche Strategie der Tiefschläge in Russland und deren Erfolgsaussichten. Blackburn analysiert die innenpolitische Dynamik Russlands – von der „instrumentellen Mehrheit", die den Krieg pragmatisch betrachtet, bis zur „patriotisch-militanten Minderheit" – und erklärt, warum die Annahme, erhöhter Leidensdruck werde Putin an den Verhandlungstisch zwingen, auf einer Fehlkalkulation beruht.
Timestamps:
0:02 – Begrüßung & Einführung: Die Strategie der Tiefschläge in Russland
2:15 – Ursprung des Plans: Selenskis „Siegesplan" und seine Annahmen über Russland
6:12 – Russische Öffentlichkeit: Instrumentelle Mehrheit vs. patriotische Minderheit
10:00 – Warum Kostenerhöhung Putin nicht zum Einlenken zwingt
13:12 – Historische Parallelen: Gescheiterte Bombardierungskampagnen
15:10 – Was bietet die EU als Frieden an? Weder Krieg noch Frieden
20:27 – Russlands Bedrohungswahrnehmung: Hybridkrieg, Farbrevolutionen, Souveränität
27:01 – Einflusssphäre vs. Interessensphäre – Medvedevs Konzept
34:02 – Schwarz-Weiß-Denken als Hindernis für Frieden
38:14 – Februar 2022: Begrenzter Krieg statt „umfassende Invasion"
44:20 – Souveräne Demokratie, Klausewitz und die Grenzen begrenzter Kriege
52:36 – Abnutzungskrieg: Beide Boxer nach der zehnten Runde
55:09 – Wie veränderte sich der Stellvertreterkrieg – verschwindende Regeln
56:54 – Russlands Optionen: Nachgeben oder eskalieren?
59:18 – Abschreckung und Rückversicherung – Hinterkanaldiplomatic als Ausweg