Inszenierte Krisen: Warum der Iran-Konflikt künstlich erzeugt wurde – Daniele Ganser
auf YouTube (01.05.2026) 1:02:52
Der Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser blickt hinter die Schlagzeilen der aktuellen Geopolitik und stellt die entscheidende Frage: Werden Völkerrechtsverstöße und illegale Kriege systematisch verschwiegen, um geopolitische Machtinteressen durchzusetzen?
Im Gespräch geht es um:
– Das System Imperium: Warum die USA auf Krieg als Konstante setzen
– egal, wer im Weißen Haus sitzt.
– Die Straße von Hormus: Geopolitische Folgen einer Ölpreis-Explosion und die Ohnmacht der US-Marine.
– Ramstein & das Völkerrecht: Warum die Nutzung deutscher Stützpunkte für illegale Kriege politisch gedeckt wird.
– Die Medien-Matrix: Kritik an der Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen und der Aufstieg alternativer Kanäle.
– Energiepolitik als Waffe: Warum die Rückkehr zu russischem Öl und Gas für die europäische Stabilität überlebenswichtig bleibt.
– Die Vision eines friedlichen Europas: Warum die NATO-Osterweiterung ein historischer Fehler war und wie eine neue Sicherheitsarchitektur mit Russland aussehen muss.
„Es kann in niemandes Interesse sein, die Eskalationsspirale immer weiter zu drehen, während das Völkerrecht mit Füßen getreten wird.“
Wer heute für Diplomatie und die Einhaltung des Gewaltverbots der UNO eintritt, wird oft an den Rand gedrängt. Daniele Ganser zeigt auf, wie das „System Imperium“ funktioniert und warum der Weg zum Frieden nur über den Dialog führen kann.
Daniele Ganser fordert:
– Eine konsequente Rückkehr zum Gewaltverbot der UNO.
– Die Schließung ausländischer Militärstützpunkte auf europäischem Boden.
– Eine eigenständige europäische Friedenspolitik, die sich von den Interessen der Großmächte emanzipiert.
Ein Gespräch über Geopolitik, die Macht der Geografie, Rohstoffkriege und die Hoffnung auf ein friedliches Europa.
Hier geht es zum Kanal von Daniele Ganser: / @danieleganseroffiziell
Zeitmarken1
00:00 – Einleitung: Gefahr für den Weltfrieden?
01:40 – Der Angriff auf den Iran & Völkerrecht
04:25 – Mutige Europäer? Militärstützpunkte in Spanien
06:00 – Das Gewaltverbot der UNO & Ramstein
08:30 – Mediale Berichterstattung & alternative Medien
09:50 – US-Imperialismus: Was im Unterricht fehlt
13:30 – Das System Imperium: Krieg als Konstante
18:25 – Geopolitische Folgen: Die Straße von Hormus
27:00 – Energiepolitik: Warum Russland-Bezug wichtig bleibt
30:40 – Strategische Ziele & Stellvertreterkriege
45:40 – Vision eines friedlichen Europas & neue Sicherheitsarchitektur
1:02:10 – Fazit: Plädoyer für Diplomatie
Zeitmarken 2
00:00 – 10:00: Die aktuelle Eskalation und das Völkerrecht
- 00:00:00 – Einleitung: Trump und Netanjahu als die derzeit gefährlichsten Akteure.
- 00:01:46 – Bewertung der Angriffe auf den Iran (2025/2026) als klare Verstöße gegen das Völkerrecht.
- 00:03:00 – Kritik an der Haltung europäischer Regierungen (März, Macron, Starmer) und Lob für die spanische Position unter Pedro Sanchez.
- 00:05:21 – Die Rolle deutscher Stützpunkte (Ramstein) bei illegalen Angriffskriegen der USA.
- 00:08:43 – Die US-Dominanz: Über 800 Militärstützpunkte weltweit und hunderte Regimewechsel-Operationen seit 1945.
10:00 – 20:00: Systematischer Imperialismus und wirtschaftliche Folgen
- 00:10:42 – Kritik am Bildungssystem: US-Imperialismus und historische Verbrechen werden kaum gelehrt.
- 00:12:41 – Die USA als „Zwei-Parteien-Kriegssystem“: Konsens über Rüstungsausgaben bei Demokraten und Republikanern.
- 00:15:21 – Die USA als Oligarchie: Der Einfluss von Geldgebern auf die Präsidentschaft.
- 00:17:05 – Trumps Verrat an seinen Wählern durch neue Kriege trotz gegenteiliger Wahlversprechen.
- 00:18:30 – Die Schließung der Straße von Hormus und die drastischen Auswirkungen auf den globalen Ölpreis.
20:00 – 30:00: Strategische Fehlkalkulationen und Geografie
- 00:20:00 – Der Mossad-Chef in Washington: Die Fehlannahme eines schnellen Regimewechsels im Iran.
- 00:21:41 – Der Mordanschlag auf Chamenei und die völkerrechtlichen Konsequenzen gezielter Tötungen.
- 00:24:54 – Die Macht der Geografie: Warum die USA die Straße von Hormus militärisch nicht einfach „freikämpfen“ können.
- 00:27:42 – Die These: Es geht nicht um das Atomprogramm, sondern um die Zerschlagung der iranischen Regierung.
30:00 – 40:00: Geopolitische Ziele und das Finanzsystem
- 00:30:39 – Multikausale Gründe: „Groß-Israel“-Projekt, Ressourcenkontrolle und Schwächung Chinas.
- 00:33:55 – Rückblick auf 1953: Der Sturz Mossadeghs als historisches Beispiel für den Kampf um Rohstoffe.
- 00:35:42 – Das System des Petrodollars: Warum die USA auf die Abrechnung von Öl in Dollar angewiesen sind.
- 00:38:21 – Die „Dollar-Druckpresse“ und das Ende des Goldstandards 1971 unter Nixon.
40:00 – 50:00: Gefahren für die Region und europäische Interessen
- 00:40:00 – Die existenzielle Bedrohung für Golfstaaten wie Katar bei einer iranischen Reaktion auf US-Stützpunkte.
- 00:42:44 – Die verpasste Chance: Warum Trump die kurzzeitige Öffnung der Straße von Hormus nicht für einen Rückzug genutzt hat.
- 00:45:14 – Appell an die „Menschheitsfamilie“ und die Orientierung am Völkerrecht statt an Feindbildern.
- 00:48:07 – Der Niedergang des Westens: Realitätsverlust der Eliten und strategische Fehlentscheidungen.
50:00 – 01:02:53: Zukunftsvisionen und Friedensforschung
- 00:50:17 – Die Vision eines Europas, das sich vom US-Imperialismus emanzipiert und US-Truppen abzieht.
- 00:53:27 – Plädoyer für friedliche Beziehungen zu Eurasien (China und Russland) für langfristigen Wohlstand.
- 00:57:19 – Vorschlag zur Auflösung der NATO zugunsten eines neuen gesamteuropäischen Sicherheitssystems.
- 00:59:41 – Die Notwendigkeit diplomatischer Heilung zwischen Berlin und Moskau („Achse Berlin-Moskau“).