03.08.2017

Wie die imperiale Lebensweise ein gutes Leben für alle verhindert

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auf YouTube (03.08.2017) 1:33:27

Medienpräsenz
Videokanal

Ob Klimawandel, Eurokrise oder der Aufstieg des Rechtspopulismus in Europa – an Debatten über die vielfältigen Krisen unserer Zeit mangelt es nicht. Doch obwohl viele Menschen die sozialen und ökologischen Krisen der Gegenwart wahrnehmen, bleibt ein ökologischer und solidarischer Gesellschaftswandel bislang aus. Das Konzept der imperialen Lebensweise versucht dieses Dilemma zu erklären. Nach drei Kurzvorträgen zur Analyse und Bedeutung der imperialen Lebensweise werden Ulrich Brand, Christa Wichterich und das I.L.A.-Kollektiv gemeinsam mit den Teilnehmenden Perspektiven und Strategien für einen sozial-ökologischen Wandel diskutieren.

Veranstalterinnen: IL.A.-Kollektiv und Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
1h 33min 27s

Erstellt: 25.02.2026 - 22:06  |  Geändert: 12.03.2026 - 17:52

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Unstrittig ist, dass sich in den modernen Gegenwartsgesellschaften eine Transformation vollziehen wird. Es fragt sich allerdings, ob sie stärker von den Verhältnissen erzwungen wird oder im Rahmen gewisser zivilisatorischer Standards gestaltbar ist. Kurz, ob diese Transformation "by design or by disaster" erfolgt. Doch ist es möglich, moderne Gesellschaften gezielt zu transformieren? Fest steht: Ein solch umfassender Wandlungsprozess erfordert weit mehr als technologische Veränderungen. Auch ökonomisch, institutionell und kulturell müssen sich Gesellschaften wandeln. Allein: Es gibt für die Wege in eine zukunftsfähige, nachhaltige Gesellschaft keine Masterpläne. Wie Postwachstumsgesellschaften, etwa eine "reduktive Moderne", konkret und auf die unterschiedlichen Lebensbereiche bezogen aussehen könnten, ist ungewiss. Auch Überlegungen dazu, wie genau die Entwicklungen gestaltet werden müssen, die ein "gutes Leben" für alle Menschen in Freiheit und Sicherheit gewährleisten und gleichzeitig substantiell weniger Natur- und Umweltverbrauch zur Folge haben, sind noch vage. Der Sammelband "Transformationsgesellschaften" will genau dies diskutieren.