Margarethe Hönigsberg, geb. 1871, entstammte dem jüdischen Großbürgertum und der Tradition der 1848er Revolution. Früh in der Frauenbewegung aktiv, absolvierte sie als erste Frau in Wien ein Medizinstudium und heiratete den austromarxistischen Ökonomen Rudolf Hilferding. Nach Jahren in Berlin kehrte sie nach Wien zurück und wurde Ärztin im Arbeiter : innenbezirk Favoriten. Sie wurde erstes weibliches Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung und verfasste eine bahnbrechende Arbeit zu »Grundlagen der Mutterliebe« und zur frühesten infantilen Entwicklung.
Biografie (Thema)
Eine Stimme, die Generationen bewegt
1959 revolutionierte Joan Baez mit ihrem Auftritt beim Newport Folk Festival die Musikszene. Ihre warme Sopranstimme und ihre Leidenschaft für soziale Gerechtigkeit zogen das Publikum in ihren Bann.
Mut und Menschlichkeit in Krisenzeiten
Selbst in den schwierigsten Situationen, wie 1972 in einem Bunker in Hanoi, blieb Baez standhaft. Sie trat für Frieden ein, während sie unter Bombenbeschuss ihre Lieder sang und so ihre unerschütterliche Stärke demonstrierte.
Dieses Buch gibt jungen Menschen einen Einblick in das Leben eines Revolutionärs. Eines Mannes, der sein Leben für seine schwarzen Brüder und Schwestern opferte, die vom Rassismus geplagt waren. Es zeigt das explosive Leben eines gut erzogenen Jungen, der sich in Drogen und Gaunerei verliert, um im Gefängnis zu einem geläuterten Muslim zu werden.
Operation Walküre in Paris
Cäsar von Hofacker war Stauffenbergs Cousin und treibende Kraft der Verschwörung gegen die Nazis in Frankreich. Als am 20. Juli 1944 im Führerhauptquartier Wolfsschanze die Bombe explodierte, gelang in Paris für wenige Stunden ein Umsturz, bei dem SS und Gestapo gefangen genommen wurden. Doch nach dem Scheitern des Attentats wurde auch Hofacker verhaftet und hingerichtet. Seine Enkelin, Bestsellerautorin Valerie Riedesel, zeichnet in diesem Buch eindrucksvoll seinen mutigen Entwicklungsweg vom Diktaturbefürworter und Hitler-Bewunderer zum leidenschaftlichen Gegner des NS-Regimes nach.
Die große Denkerin und ihr Werk - auf Basis neuer Quellen
»Thomas Meyer ist eine völlig überraschende Biografie einer intellektuellen Ikone gelungen, der man im Ringen um das Leben anderer so schmerzlich nahekommt wie noch nie.« Peter Neumann, DIE ZEIT
»Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Denkvorgang gibt, der ohne persönliche Erfahrung möglich ist. Alles Denken ist Nachdenken, der Sache nach - denken.« Für Thomas Meyer bilden diese Sätze den Leitfaden seiner Biografie Hannah Arendts.
Der Caudillo und sein Regime - die neue Biografie des spanischen Diktators
Der Spanier Francisco Franco zählt zu den prägenden Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Anders als seine Verbündeten Hitler und Mussolini konnte er sich über den Zweiten Weltkrieg hinaus bis 1975 an der Macht halten. Die Einordnung seiner Person und seiner beinahe 40-jährigen Herrschaft in die europäische Zeitgeschichte ist dabei auch heute noch umstritten. Diese umfassende Darstellung von Francos Leben gibt Einblicke in die wechselvolle Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert und bietet zugleich Ansatzpunkte für ein besseres Verständnis autoritärer Herrschaft in der Gegenwart.
Berlin - Ecke Schönhauser, Solo Sunny, Die Stille nach dem Schuss, Sommer vorm Balkon - wer kennt sie nicht, diese großen Filme!
Hinter allen steckt ein Mann: Wolfgang Kohlhaase - einer der wichtigsten Drehbuchautoren der deutschen Filmgeschichte. Sein eigenes Leben ist dabei mindestens so spannend wie seine Geschichten: 1931 hineingeboren in die taumelnde Weimarer Republik, aufgewachsen in der Nazi-Zeit, vier Jahrzehnte DDR und zwei im wiedervereinten Deutschland. Berühmt im Osten wie im Westen.
Zum 100. Geburtstag von Siegfried Unseld
Für Siegfried Unseld waren Briefe nicht nur eine Arbeits-, sondern auch eine Lebensform. In ihnen ordnet er seine Gedanken. Sie begleiten und festigen Freundschaften. Sie helfen auf seinem beispiellosen Weg. Wichtige Förderer wie Hermann Hesse oder Peter Suhrkamp lernen ihn zunächst schriftlich kennen. Auch später, als das Reisen und Telefonieren leichter, üblich wird, legt der berühmte Verleger größten Wert auf seine Korrespondenz.
1933 erschien das abstoßende Machwerk »Juden sehen dich an« des Rassisten Johann von Leers. Ein Jahr später erscheint in Paris - aus gutem Grund anonym - das Buch »Nazi-Führer sehen dich an«, geschrieben von dem damals 38-jährigen jüdischen Exilanten Walter Mehring.
Das Buch des großen Romanciers Mehring ist leider kein fiktionales Buch. Vielmehr enthält es 33 biographische Porträts (mit zeitgenössischen Fotos) von damaligen Größen des Nationalsozialismus - zugespitzt, satirisch, geschliffen. Profunde politische Analyse und sein großartiger Stil machen aus dem Band ein erstaunliches, geradezu seherisches Buch.
Die britische Autorin und Astronomin Pippa Goldschmidt erzählt von ihrer Rückkehr nach Deutschland – das Land, aus dem ihre jüdischen Großeltern vertrieben wurden.
Pippa Goldschmidt ist in England geboren, dem Land, in das ihr jüdischer Großvater Ernst 1936 vor den Nazis geflohen war. Ein Großvater, von dem sie kaum mehr weiß, als dass er einer der wenigen Menschen war, die im Ersten Weltkrieg für und im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland gekämpft haben. 2020 beantragt Pippa Goldschmidt die deutsche Staatsbürgerschaft und zieht nach Frankfurt a. M., die ehemalige Heimat von Ernst, um herauszufinden, ob sie sich dort zu Hause fühlen kann, ohne von ihrer Familiengeschichte überwältigt zu werden.