The Institute of Art and Ideas (Medienpräsenz)

18:13

In diesem Video führen der slowenische Philosoph Slavoj Žižek und der britische Philosoph Hilary Lawson eine tiefgründige Debatte über das Wesen der Wahrheit, die Konstruktion von Realität und die Art und Weise, wie politische Führer wie Trump, Hitler und Stalin Sprache und Lügen einsetzen.

Zeitmarken

Analyse: Wahrheit, Trump und die Konstruktion der Realität

  • [00:00] Stalin vs. Hitler: Žižek vergleicht den Schreibstil von Stalin und Hitler und stellt die Frage, ob Hitler wusste, dass er lügt.
  • [01:05] Das Konzept der Verleugnung: Diskussion über die menschliche Tendenz, in der Praxis einer Idee zu folgen, an die man theoretisch gar nicht glaubt.
  • [01:48] Das Phänomen Donald Trump: Analyse, warum es Trump nicht schadet, wenn er beim Lügen erwischt wird – seine Anhänger sehen darin einen Beweis für seine "Aufrichtigkeit".
  • [03:59] Die Notwendigkeit, die "Realität zu töten": Hilary Lawson erläutert seine Theorie, dass wir den Glauben an eine eineindeutige, objektive Realität aufgeben müssen, um nicht in gefährliche Dogmen zu verfallen.
  • [05:16] Kritik an der Aufklärung: Warum wir Beobachtung und Vernunft beibehalten, aber den Absolutheitsanspruch der Realität verwerfen sollten.
  • [07:21] Absurdität stalinistischer Prozesse: Žižek erzählt eine Anekdote über einen Schauprozess, in dem ein echtes Geständnis das gesamte Lügensystem der Stalinisten zum Einsturz brachte.
  • [09:20] Gefährliche Rahmenbedingungen: Lawson warnt davor, dass jedes Denksystem (ob Kirche oder Stalinismus), das beansprucht, die "einzige Wahrheit" zu besitzen, zur Gewalt neigt.
  • [10:14] Zynismus der Macht: Žižek berichtet aus Archiven, dass Stalinisten selbst in ihrem engsten Kreis die gleiche ideologische Sprache sprachen wie in der Öffentlichkeit.
  • [12:38] Marx und der Warenfetischismus: Analyse der "objektiven Illusion" – Illussionen, die nicht in unserem Denken, sondern in unserem Handeln auf dem Markt verkörpert sind.
  • [14:58] Paradoxien der Realität: Lawson lehnt die hegelianisch-marxistische Idee von "Widersprüchen in der Realität" ab und plädiert stattdessen für eine Perspektivität ohne Endpunkt.
  • [17:20] Die Gefahr des "Ankommens": Warum der Glaube, die endgültige Wahrheit gefunden zu haben, unweigerlich zu Tyrannei führt.

18:58

Yanis Varoufakis redet über den Aufstieg des Cloud-Kapitals, die Veränderung des freien Marktkapitalismus und die Macht von Tech-Milliardären wie Elon Musk und Jeffrey Bezos.

Die Vorherrschaft des Kapitalismus könnte vorbei sein. Ein neues Kontrollsystem hat seinen Platz eingenommen, das Yanis Varoufakis als Technofeudalismus bezeichnet. Für Varoufakis, ehemaliger Finanzminister Griechenlands und Nummer-1-Bestsellerautor, haben die wenigen Eliten, die Big Tech leiten, genauso viel Einfluss wie früher die Feudalherren. Nur dass sie jetzt nicht nur die Demokratie bedrohen, sondern auch die Regeln der globalen Macht selbst neu schreiben wollen. Varoufakis erklärt, warum wir diese neuen Figuren stoppen müssen und warum wir Musk und Sam Altman aus dem Weißen Haus rausbekommen müssen, bevor es zu spät ist.


Yanis Varoufakis discusses the rise of cloud capital, the mutation of free market capitalism, and the power of tech billionaires like Elon Musk and Jeffrey Bezos.

Capitalism’s dominance may have run its course. A new system of control has taken its place, one Yanis Varoufakis calls technofeudalism. For Varoufakis, former Minister of Finance for Greece and number-one bestselling author, the elite few who run Big Tech exercise the same level of influence that feudal overlords once did. Except now, they not only threaten democracy but wish to rewrite the rules of global power themselves. Join Varoufakis as he reveals why we need to thwart these new figures, and why we need to get Musk and Sam Altman out of the White House before it is too late.