Hermann Ploppa (Medienpräsenz)

24:11

Vor kurzem wurde der ukrainische Nazi-Kollaborateur Andrij Melnik aus seinem Grab in Luxemburg exhumiert und soll nun in der Ukraine in einem Ehrengrab neu bestattet werden. Ein befremdlicher Vorgang, der besonders in jüdischen Kreisen große Empörung auslöste. Das ist ungefähr so, als wenn Heinrich Himmler postum ein Ehrengrab im heutigen Berlin erhalten würde. Die ukrainische Führungsschicht bekennt sich offen und mit Stolz zur Vergangenheit ukrainischer Nazikollaborateure, die unter anderem für die Ermordung von 100.000 Polen und Hunderttausenden  jüdischer Mitbürger verantwortlich zeichnen. 

Diese Folge von HiStory zeigt die Ursprünge des ukrainischen Faschismus, seine Radikalisierung unter der Herrschaft der Nazis und seines unrühmlichen Nachlebens im Kalten Krieg. Seit dem Putsch vom Euromaidan 2014 sind die Nazis erneut in Kiew an der Macht.

20:37

Heute befassen wir uns mit den ersten Jahrzehnten der wohl wichtigsten Denkfabrik der Vereinigten Staaten von Amerika. Es geht um den Council on Foreign Relations, also: den Rat für Auswärtige Beziehungen. Klingt akademisch und harmlos zugleich. Doch der Council on Foreign Relations ist viel mehr als nur eine außeruniversitäre Bildungseinrichtung. 

24:58

Die NATO ist aktuell das mit Abstand größte und am meisten gefürchtete Militärbündnis der Welt. Entstanden aus bescheidenen Anfängen 1949, sind ihr heutzutage 32 Staaten beigetreten. Wir betrachten die Anfänge: aus welchen geopolitischen Interessen entstand die NATO? Welche Narrative wurden als Gründungsmythen eingesetzt? Sind die ersten europäischen Mitgliedsländer der NATO freudig beigetreten? Oder war ein bisschen Nachdruck durch die USA erforderlich? Hermann Ploppa ist u.a. Autor des gerade erschienenen Buches "Der Neue Feudalismus - Privatisierung - Blackrock - Plattformkapitalismus". 

24:32

Mal eben zwei Thesen in den Raum geworfen: zum einen hatten sehr mächtige Industrielle und Banker in den Vereinigten Staaten von Amerika schon vor dem Zweiten Weltkrieg massiv in Deutschland investiert. Wenn schon Ostdeutschland an die Kommunisten gefallen war, mussten die eigenen Investitionsobjekte wenigstens in einem westdeutschen Teilstaat nach kapitalistischem Reglement gepflegt und weiter ausgebaut werden. These zwei: die USA hatte bereits seit 1945, spätestens aber seit 1946, Deutschland als strategischen Außenposten ihrer aggressiv nach Osten gerichteten Militärstrategie ausersehen.