Altlasten. Von Sara Paretsky

Kansas, Land der Stürme: Nahe der Collegestadt Lawrence erinnert ein alter Raketensilo an die Zeit des Kalten Kriegs. Seinerzeit gab es da heftige Proteste, heute ist das längst vergessen. Aber warum gibt es plötzlich Vermisste und sogar Tote, als jemand eine Doku drehen will? V.I. Warshawski sucht Antworten und wird zur Zielscheibe.

ISBN 978-3-86754-244-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

August Veriden, Trainer und Filmemacher, ist weg. Abgetaucht, weil ein Einbruch auf sein Konto geht? Oder ist diese Behauptung rassistische Willkür? V.I. Warshawski folgt einer Fährte nach Kansas, in eine ganz normale College-Kleinstadt. Aber der Dreck am Stecken gewisser Leute hier ist von besonderer Art. Und möglicherweise sogar ansteckend …

Sara Paretsky, Grande Dame des feministischen Detektivromans, die einst dem hartgesotteten Ermittler einen feministischen Gegenpart verschaffte, zeigt hier, wie man erst Geschichte ausgraben muss, um die Gegenwart zu begreifen. Ihre in diesen Tagen besonders einsame Detektivin Vic Warshawski, die zwei vermisste People of Colour sucht, stößt bei ihren Nachforschungen mehrmals hintereinander auf gestrandete, halbtote oder tote Frauen. Das finden die lokalen Gesetzeshüter sehr suspekt. Warshawski selbst auch, aber sie zieht daraus andere Schlüsse, gräbt tiefer und entdeckt gefährliche Altlasten … Ein politisch komplexer, elegant geschmiedeter Kriminalroman über Klüngel, Rassismus und Geschichtsverdrängung, mit faszinierenden Nebenfiguren und einem krachenden Showdown.

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Ein Krimi wie ein Kommentar zur Nachrichtenlage. Rassismus, tödliche Viren und Raketensilos: Sarah Paretsky „Altlasten“ ist ein aktueller und zugleich zeitloser Kommentar zu den derzeitigen Zuständen in den USA – und ein Kriminalroman mit einem festen moralischen Standpunkt. Rezension von Sonja Hartl → Deutschlandfunk Kultur 12.06.2020

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Erstellt: 14.04.2020 - 08:55  |  Geändert: 14.06.2020 - 06:03

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