Die SS nach 1945. Entschuldungsnarrative, populäre Mythen, europäische Erinnerungsdiskurse. Hrsg. Jan Erik Schulte

1945 wurde die SS von den Alliierten verboten und aufgelöst. Damit endete aber nicht die Geschichte dieser verbrecherischen Organisation. Vielmehr war bereits zu diesem Zeitpunkt die Auseinandersetzung über die Bedeutung, Verantwortung und Wirkung der SS und ihrer Mitglieder in vollem Gange - eine Auseinandersetzung, die bis heute andauert. Kollektivschuldvorwürfe standen gegen die Versuche von SS-Gliederungen, sich im Nachhinein von der Gesamtorganisation zu distanzieren. In Illustrierten und Spielfilmen lebte das Narrativ vom teuflischen SS-Offizier auf und verwandelte die SS medial in eine exklusive Geheimorganisation.

Wie wirkten die Taten der SS nach ihrer Auflösung fort?

ISBN 978-3-8471-0820-7     45,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Beiträge dieses Bandes analysieren die Strafverfolgung der SS nach 1945, die personellen Seilschaften und politischen Kontinuitäten, aber ebenso die vielfältige Dimension einer nach wie vor virulenten Erinnerungskultur an die SS in Europa.

The SS was forbidden and dissolved in 1945 by the allies. However, the history of this criminal organisation did not end. Moreover, at this point a debate on the significance, responsibility and effect of the SS and its members was taking place - a debate that lasts until today. Allegations of collective guilt were standing against the efforts of SS groups to distance themselves from the whole organisation. The narrative of the devilish SS officer came to live in magazines and films and turned the SS into an exclusive secret organisation in the media. The contributions in this volume analyse the prosecution of the SS after 1945, the personal coteries and political continuities as well as the different dimensions of a still virulent culture of remembrance of the SS in Europe.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Mit dem Segen Adenauers. Ein Sammelband über die Karrieren von SS-Männern nach 1945. Rezension von Gerhard Henschel → junge Welt 08.10.2019

Die Herausgeber:

PD Dr. Jan Erik Schulte ist Leiter der Gedenkstätte Hadamar und Privatdozent für Zeitgeschichte an der Universität Bochum. Dr. Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Beiträge von

Prof. Dr. Mike Schmeitzner ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden und lehrt am Institut für Geschichte der TU Dresden.

PD Dr. Jan Erik Schulte ist Leiter der Gedenkstätte Hadamar und Privatdozent für Zeitgeschichte an der Universität Bochum.

Dr. Swen Steinberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte der Technischen Universität Dresden.

Dr. Michael Wildt ist Professor für Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Schwerpunkt Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Erstellt: 08.10.2019 - 05:56  |  Geändert: 14.10.2019 - 17:08

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