Was heißt hier »wir«? Von Heinrich Detering

Rechte Politiker sprechen von "Entsorgung", von "Umvolkung", von "Kopftuchmädchen und Messermännern". Davon, dass die Hitlerzeit ein "Vogelschiss" gewesen sei. Und vor allem nehmen sie für sich in Anspruch, für "uns" und "unser Deutschland" zu sprechen. Doch was für ein "Wir" setzen sie da überhaupt voraus?

ISBN 978-3-15-011254-0     10,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Literaturwissenschaftler und Leibniz-Preisträger Heinrich Detering wirft einen unaufgeregten wie scharfen Blick auf die Rhetorik der parlamentarischen Rechten - und zeigt, wie ihr Anspruch, für "das Volk" zu sprechen, in totalitäre Ermächtigungsvorstellungen, Rache- und Vernichtungsphantasien führt. Er legt offen, wie diese Sprache der Gewalt sich selbst verharmlosend verkleidet. Und er macht vor, wie sich solche rhetorischen Strategien durchschauen lassen.

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Inhalt:

  • Reizwörter und Leseweisen
  • Wir oder die Barbarei
  • Das System der Zweideutigkeit
  • Unser Deutschland, unsere Vernichtung,unsere Rache
  • Ich und meine Gemeinschaft
  • Tausend Jahre, zwölf Jahre
  • Unsere Sprache, unsere Kultur

Maul & Klauen. Sprache. Heinrich Deterings Analyse rechten Redens beweist die Aktualität der Germanistik → der Freitag 29/2019

Presse:

»Dies Büchlein ist ein Muster der Sprachkritik, es zeigt, wie man öffentlich mit Rechten reden kann. (Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung, 28.06.2019)

»Glücklicherweise gibt es Menschen, die genauer hinhören als ich. Heinrich Detering ist einer der besten Literaturwissenschaftler des Landes und hat jetzt Reden von Gauland und anderen AfD-Scharfmachern nach den Regeln seiner Kunst untersucht in dem kleinen Buch Was heißt hier ›wir‹?«  (Uwe Wittstock, Focus, 11.05.2019)

Der Autor:

Heinrich Detering, geb. 1959, lehrt deutsche und vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen, hat literaturwissenschaftliche Bücher und Aufsätze sowie Gedichtbände und Essays veröffentlicht, nahm Gastprofessuren und Poetikdozenturen in aller Welt wahr und erhielt zahlreiche wissenschaftliche und literarische Auszeichnungen.

 

Erstellt: 08.08.2019 - 15:17  |  Geändert: 08.08.2019 - 15:19