Tony Rinaudo - Der Waldmacher. Hrsg. Johannes Dieterich

Der Agrarökonom Tony Rinaudo revolutioniert mit seiner Methode (FMNR) die Wiederaufforstung in Afrika. Die Methode beruht auf der Nutzung vorhandener Baumstümpfe und Baumwurzeln. Durch gezieltes Ausschneiden von schwachen Sprossen wird das Wachstum der Pflanzen begünstigt. Inzwischen wird die Methode erfolgreich in Ländern wie Niger, Äthiopien, Tschad, Burkina Faso oder Mali angewandt. Wo vor zehn Jahren noch stachelige Büsche standen oder sich die Wüste ständig ausdehnte, forsten Farmer dank der Methode große Landstücke auf.

ISBN 978-3-906304-18-2     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Allein in der Region Humbo in Südäthiopien wurden so 2700 Hektar Land (ca.3800 Fußballfelder) begrünt.

Während in vielen Regionen Afrikas die Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen sind, erwirtschaften die Dörfer in Humbo inzwischen Maisüberschüsse. Das Buch erzählt vom steinigen Weg zum Erfolg der Methode.

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 Bis zu 700 Millionen Menschen werden in den kommenden drei Jahrzehnten möglicherweise ihre Heimat verlassen müssen, weil die Landschaften, in denen sie leben, zunehmend veröden. Nach Auffassung von Wissenschaftlern gibt es nur eine Hoffnung: Dass die einheimischen Farmer für ein »nachhaltiges Landmanagement« gewonnen werden. Tony Rinaudo will mit FMNR die geeignete Methode für ein derartiges Management gefunden haben – gerade noch rechtzeitig, um die Zerstörung der Lebensgrundlage aufhalten oder sogar rückgängig machen zu können.

Tony Rinaudo erhielt 2018 den Alternativen Nobelpreis »für den praktischen Beweis, wie Trockengebiete in großem Umfang und mit minimalen Kosten begrünt werden können, zur Verbesserung der Lebensgrundlage von Millionen von Menschen«. 

Leseprobe des Verlags

Wald statt Wüste: Tony Rinaudo und Yacouba Sawadogo bekommen dieses Jahr den „Right Livelihood Award“ – auch als Alternativer Nobelpreis bekannt. Beide haben geholfen, weite Teile der Sahelzone wieder fruchtbar zu machen. → Besprechung auf SWR2 24.09.2018

Der Herausgeber:

Johannes Dieterich schreibt als Autor und Afrika-Korrespondent u.a. für »Tages Anzeiger«, »Frankfurter Rundschau«, »Die Wochenzeitung«, »Brand Eins«, »Geo«, »Cicero«. Er lebt in Johannesburg.

 

Erstellt: 08.08.2019 - 14:04  |  Geändert: 10.08.2019 - 02:27

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