Lenz. Von Peter Schneider

"Schneiders Lenz ist ein Meisterwerk - huckepack sehen wir mit seinen Augen die Risse im Beton der Nachkriegszeit." Julia Franck
Fünf Jahre nach Ausbruch der Studentenrevolte macht ein schmaler Band literarisch Furore: Peter Schneiders Neuerzählung von Büchners Novelle avanciert binnen kürzester Zeit zum Kultbuch einer ganzen Generation.
Lenz, Student in einer Großstadt, irrt durch sein Leben: Seine Beziehung scheitert, politische Aktivitäten erschöpfen sich in fruchtlosen Diskussionen, der Versuch, sie durch die Arbeit in einer Fabrik endlich lebendig werden zu lassen, bleibt ergebnislos.
Um der drückenden Stagnation zu entkommen, löst er eine Fahrkarte nach Italien.

ISBN 978-3-462-03988-7     8,99 €  Portofrei     Bestellen

In Rom begeistern ihn die Farben, das Miteinander der Menschen, die Lebenskunst. Aber rasch gerät er an die Kulturschickeria, in der das Politisieren längst dem Psychologisieren Platz gemacht hat. Ein Angebot, sich selbst einem Analytiker anzuvertrauen, lehnt er ab; eine Affäre mit einer Italienerin endet schnell. Wieder bricht er auf - diesmal nach Norditalien. In Trento trifft er auf eine Gruppe linker Studenten und Arbeiter, die ihn brüderlich aufnehmen. Dieses andere Italien wird für Lenz zur Befreiung.
Peter Schneider erzählt eine beeindruckende Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Suche nach einem authentischen Leben. Sie hat bis heute nicht an Kraft und Brisanz verloren. Lenz ist zu einem modernen Klassiker geworden.

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Wolf Biermann über Peter Schneiders „Lenz“Spiegel online 10.12.1973

"Lenz" auf Wikipedia

Peter Schneider auf Wikipedia

Presse:

»Schneiders Erzählung ist bis heute überaus lesenswert – als großes Stück Literatur zum Thema 1968.« (Neue Osnabrücker Zeitung, 15.01.2018)

»In Peter Schneiders ›Lenz‹ findet die Wiederentdeckung – nicht die Romantisierung – von Sinnlichkeit und Subjektivität statt.« (Ulrich Greiner, FAZ)

»Heute erstaunt die Gegenwärtigkeit der zentralen Themen: Körper, Kleidung, Aussehen und in und über allem das narzisstische Ich.« (Literaturen)

 

Erstellt: 31.07.2019 - 11:12  |  Geändert: 01.08.2019 - 15:25