Ein Haus auf dem Land / Eine Wohnung in der Stadt. Von Jan Brandt

NDR Buch des Monats!

Ein Haus auf dem Land: Als er in Berlin auf Wohnungssuche ist, erfährt Jan Brandt, dass das Haus seines Urgroßvaters in seinem ostfriesischen Heimatdorf Ihrhove kurz vor dem Abriss steht. Der Eigentümer, ein Bauunternehmer, sieht keinen Grund, das Alte zu erhalten, wo sich durch etwas Neues der Gewinn um ein Vielfaches steigern lässt. Jan Brandt droht der Verlust der Heimat - und er nimmt den Kampf auf, um den Gulfhof zu retten, das Symbol seiner Herkunft.

ISBN 978-3-8321-8356-1     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Eine Wohnung in der Stadt: Berlin hat sich verändert. Das bekommt Jan Brandt, der sich Ende der Neunzigerjahre vor der Provinz dorthin geflüchtet hatte, am eigenen Leib zu spüren - ihm droht der Rauswurf aus der Mietwohnung. Grund: Anmeldung von Eigenbedarf. Er begibt sich auf die Suche nach einem neuen Ort, an dem er bleiben kann, einer neuen Heimat. Und muss feststellen, dass sich die einstige antikapitalistische Utopie in eine Schlangengrube verwandelt hat, in der die Mieter nahezu alles für eine bezahlbare Wohnung tun würden - und müssen.

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Leseprobe des Verlags

Wie wir leben wollen. Früher ließen steigende Brotpreise Gesellschaften auseinanderbrechen. Heute sind es Mieten. Sie steigen nicht nur in Szenevierteln und nicht nur für Reiche, sondern überall. Wie wollen wir leben?, fragen sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Deutschlandfunk Kultur 15.11.2019

„Prekäres Wohnen kenne ich von Anfang an.“ Jan Brandt im Gespräch mit Joachim Scholl Deutschlandfunk Kultur 06.05.2019

"Die Politik kann das ändern" Jan Brandt gegen den Immobilien-Irrsinn "Wie wäre es mit dem Friedhofscafé?" Ein seltsamer Vorschlag für einen Interview-Termin? Nicht, wenn der Vorschlag von Jan Brandt kommt, der gerade ein Buch über seine verzweifelte Wohnungssuche in Berlin veröffentlicht hat. Denn: "Hier kann man nicht vertrieben werden, diese letzten Wohnstätten sind einem erstmal sicher." Beim letzten Treffen zum Buch → "Gegen die Welt" (2012) noch im Heavy-Metal-Shirt und verspiegelter Sonnenbrille, jetzt in rotkariertem Flanell und Basecap - ansonsten ist Jan Brandt äußerlich weitgehend unverändert. Alte Gewissheiten sind jedoch verschwunden. → ntv 04.08.2019

"Diese schrecklichen Neubaugebiete überall." Eigenbedarfskündigung - fast ein Jahr lang war Jan Brandt wohnungslos. Auf der Suche nach einer neuen Bleibe schrieb der Bestsellerautor zwei Bücher in einem: über das Wohnen in der Stadt und auf dem Land. Ein Interview. → Spiegel online 26.05.2019

Presse:

»Jan Brandts enorm kluges, genau beobachtetes, todtrauriges, superlustiges und überwältigend anregendes Buch ist […] das Buch der Stunde. Es ist der ultimative Heimatroman – ohne ein Roman zu sein. Denn es ist eine Kunstform eigener Art, ein mitreißendes Amalgam aus Essay, Reportage, Fotoalbum, Tagebuch und Familienchronik.« Gerhard Matzig, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»[Dieses Buch hat] die Wärme eines alten Kachelofens, der früher in fast allen Ost-Berliner WGs gebrannt hat.« Katharina Teutsch, FRANKFURTER ALLEGMEINE ZEITUNG

»[Dieses Buch ist]eine große Dokumentation des akuten Heimat- und Stabilitätsverlustes, dem er bis in die entlegensten Seelen- und Dielenwinkel eines durchgedrehten Immobilienmarktes akribisch folgt.« Iris Radisch, DIE ZEIT

»Dieses Buch ist so reichhaltig, kein Wunder dass es zwei Bücher ist.« Danny Marques, NDR KULTUR

Der Autor:

Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland). Sein Roman ›Gegen die Welt‹ (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem ›Tod in Turin‹ (2015), ›Stadt ohne Engel‹ (2016) und ›Der magische Adventskalender‹ (2018).

Weitere Literatur zum Thema:

Der amerikanische Investor. Von Jan Peter Bremer

Der große Garten. Von Lola Randl

 

Erstellt: 29.07.2019 - 22:12  |  Geändert: 25.11.2019 - 07:54

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