Trigger-Warnung. Hrsg. Eva Berendsen, Meron Mendel, Saba-Nur Cheema, Bildungsstätte Anne Frank

Identitätspolitik steckt in der Sackgasse: Empowerment wird auf Gender-Sternchen und die Vermeidung des N-Worts verkürzt. Überall sollen Minderheiten vor möglichen Verletzungen geschützt werden - in Uniseminaren, Kunst und Mode, im Netz und bei öffentlichen Events. Für alle, die Politik nicht mit eigener Betroffenheit belegen, schließt sich die Debatte. Wer mit der anspruchsvollen Pflichtlektüre nicht hinterherkommt, ist raus. Die solidarische Kritik an diesen Exzessen wird zum Dilemma in einer Zeit, in der Rechte gegen Unisextoiletten und die "Ehe für alle" hetzen - und Linke darin "Pipi fax" oder den Aufstieg von Trump begründet sehen.

ISBN 978-3-95732-380-4     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Zwischen Abwehr und Abschottung richtet der Band den Blick auf die Fallstricke der Identitätspolitik und sucht nach Allianzen jenseits von Schuldzuweisungen und Opferkonkurrenz.

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Inhalt und Leseprobe des Verlags

Plädoyer für eine offene Streitkultur. Der Band „Trigger Warnung“ versammelt (selbst)kritische Stimmen zu identitätspolitischen Fallstricken. Eine Sachbuch-Empfehlung zur Ferienzeit aus unserer Lesart-Redaktion.
Von Christian Rabhansl → Deutschlandfunk Kultur 20.07.2019

Presse:

Von Beißreflexen ist hier keine Spur, selbst die gelegentlichen Spitzen zur Selbstversicherung kommen ohne Schaum vorm Mund aus. Das erklärte Programm des Bandes lautet: wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, dann aber entschieden Positionen beziehen. Jan-Paul Koopmann / Spiegel Online

Es geht natürlich bei dem ganzen Thema Identitätspolitik auch immer um die Frage: Wer schreibt, wer spricht – und worüber? Eva Berendsen und Meron Mendel im Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur

Mit einer Vorsicht, die nichts an Deutlichkeit einbüßt, nähern sich die Beiträge Themen wie Islamophobie oder Antisemitismus. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit beschwören sie alle den - leider unbequemen - Imperativ der Postmoderne: sich immer aufs Neue in den schmerzvollen Dialog stürzen. Lea Wintterlin / Philosophie Magazin

Der soeben erschienene Sammelband „Trigger-Warnung“ verzichtet weitgehend auf Polemik und bleibt in seiner Kritik sachlich. […] Die Beiträge sind auch für Nichttheoretiker gut verständlich. Profil

Das Buch [ist] auch befriedigender als so manche theoretische Demontage der Identitätspolitik, die bei aller Berechtigung doch den Makel reiner Fingerübungen nicht loswerden. Demgegenüber stellt „Triggerwarnung“ das hehre Unterfangen von Praktikern dar, sich der eigenen Praxis zu versichern – als Leser lässt sich daran durchaus gewinnbringend teilhaben. Fabian Schroers / Belltower.News

Was diese Texte auszeichnet, ist ein unaufgeregter Tonfall in der Analyse. Die Autorinnen und Autoren der Essays ermöglichen dadurch einen wichtigen Diskurs, der zu dieser Thematik oftmals von vornherein verunmöglicht wird. Markus Jäger / ekz.bibliotheksservice

 

Erstellt: 21.07.2019 - 07:20  |  Geändert: 14.08.2019 - 14:47