Die Stadt der weißen Musiker. Von Bachtyar Ali

Als man dem kleinen Dschaladat die Flöte zum ersten Mal in die Hand drückt, entlockt er ihr sofort Klänge, die alle verzaubern. Der alte Sufi Ishaki Lewzerin nimmt ihn und seinen Freund in die Berge mit, um sein geheimes Wissen weiterzugeben.
Als der Krieg und die Bombardements beginnen, wandern die drei Flötisten von Dorf zu Dorf. In einer riesigen, namenlosen Stadt der Bordelle muss Dschaladat in einer Tanzkapelle seine ganze Kunst des Flötenspiels wieder verlernen, um nicht aufzufallen. Das rätselhafte Mädchen Dalia beschützt ihn, weiht ihn ein in ihre Geheimnisse und führt ihn auf einen Weg in die Tiefen seines Landes, der unsere Vorstellungskraft übersteigt.

ISBN 978-3-293-00520-4     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Der monumentale Roman einer Welt, in der der Tod allgegenwärtig ist und die Künste ungeahnte Rettung bringen.

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Inhaltsverzeichnis

Dichtung und Wahrheit auf Kurdisch. Bachtyar Ali, der wohl bekannteste zeitgenössische Schriftsteller und Poet des autonomen irakischen Kurdistan, hat jüngst einen großen Roman über die Kunst und Versöhnung geschrieben. Rezension von Stefan Weidner → Qantara 2017

Manifest für die Kraft der Poesie. Rezension von Stefan Weidner → Deutschlandfunk Kultur 12.10.2017

Bachtyar Ali, die weltliterarische Stimme aus Kurdistan, hat einen großen Roman über die Kunst und die Versöhnung geschrieben. Rezension von Stefan Weidner → die Zeit 13. Dezember 2017

Presse:

»Bachtyar Ali, in seiner kurdischen Heimat ein Star, erfindet mit Dschaladat einen Simplicissimus des Orients. Virtuos verbindet er Erzähltechniken der westlichen Moderne mit orientalischen Erzähltraditionen und eindringlichen Bildern. Mühelos verhandelt er große Fragen: Wer ist wichtig, Dschaladat oder der Schriftsteller, der seine Geschichte niederschreiben soll? Der Held oder sein Erzähler? Die Wahrheit oder die Freiheit der Kunst? Kann ein reuiger Henker Erlösung finden? Wie erlangen die Opfer Gerechtigkeit, ohne Rache, die den Strudel der Gewalt fortsetzt? Und was können Kunst und Musik inmitten von Grausamkeit?« (Cornelia Zetzsche, Bayerischer Rundfunk)

»Bachtyar Ali, die weltliterarische Stimme aus Kurdistan, hat einen großen Roman über die Kunst und die Versöhnung geschrieben. Mit ihm erhebt sich der Glaube an Kunst und Literatur aus der Asche unserer Fantasielosigkeit und fliegt mit einem kurdisch bunten Federkleid durch die Herzen der wieder verzauberten Leser.« (Stefan Weidner, Die Zeit)

»Die Realität wird buchstäblich aus ihren Grundfesten gerissen und im künstlerischen Akt neu geschaffen: Aus dieser Geste entfalten sich die zugleich traumhaft irrealen und stofflich dichten Erzählwelten Bachtyar Alis.« (Angela Schader, NZZ)

Der Autor:

Bachtyar Ali wurde 1966 in Sulaimaniya (Nordirak) geboren. 1983 geriet er durch sein Engagement in den Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologiestudium ab, um sich der Poesie zu widmen. Sein erster Gedichtband Gunah w Karnaval (Sünde und Karneval) erschien 1992. Sein Werk umfasst Romane, Gedichte und Essays. Er lebt seit Mitte der Neunzigerjahre in Deutschland. 2017 wurde er mit dem Nelly-Sachs-Preis ausgezeichnet.

 

Erstellt: 16.01.2019 - 08:24  |  Geändert: 16.01.2019 - 19:30

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