4 Jahre politischer Mord Denkschrift des Reichsjustizministeriums von Emil Julius Gumbel

Die vielzitierte Aufstellung der »Morde von Rechts« und der »Morde von Links« bei Niederschlagung der Revolution von 1918/1919 und in der frühen Weimarer Republik. Gumbels ebenso legendäres wie bestechend präzises Buch ist auch heute noch richtungweisend.

ISBN 978-3-88423-011-4     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Emil Julius Gumbel (1891 – 1966) war radikaler Pazifist und ab 1930 außerordentlicher Professor für mathematische Statistik an der Universität Heidelberg. Schon im Sommer 1932 wurde ihm die Lehrberechtigung entzogen. Nach der Machtübernahme durch die Nazis ging er 1933 ins französische Exil. Nach einer abenteuerlichen Flucht entkam er 1940 ein zweites Mal den Nazis – nun in die USA. Dort machte er sich einen Namen als Spezialist für die statistische Vorhersage von Naturereignissen – etwa zur Berechnung von Deich- und Stauwehrhöhen. In den frühen sechziger Jahren registrierte er bei Gastvorlesungen in Deutschland mit Enttäuschung, dass er in der Bundesrepublik nur mehr als amerikanischer Statistiker gefragt, als deutscher Antifaschist und Pazifist hingegen vollkommen vergessen war.

Besser eine Kohlrübe Vor 85 Jahren wurde der Pazifist Emil Julius Gumbel aus der Universität Heidelberg gejagt. So wie er es tat, durfte des Weltkriegs nicht gedacht werden Von Otto Köhler → Junge Welt 05.08.2017

Statistiker Emil Gumbel Rechnen gegen den Terror Er kämpfte mit Zahlen - und riskierte dabei sein Leben. 1922 untersuchte der Mathematiker Emil Julius Gumbel Hunderte politische Morde in der jungen Weimarer Republik und offenbarte schonungslos die Willkür der deutschen Justiz. Dann nahm seine Karriere in Deutschland abrupt ein Ende. Von Daniel Furth → SPON 27.04.2012

 

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Erstellt: 26.08.2017 - 10:48  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:58