Ich wusste, was ich tat. Emil Julius Gumbel und der rechte Terror in der Weimarer Republik. Von Dietrich Heither

Pazifistisch, sozialistisch, jüdisch und intellektuell - bereits eines dieser Attribute reichte in der Weimarer Republik aus, um von der national-völkischen Rechten zum politischen Feind erklärt zu werden. Emil Julius Gumbel, Professor der Mathematik in Heidelberg, vereinte all dies in seiner Person. Zudem legte er sich in seinen Schriften an mit den Mordbanden und Putschisten, den Wehrsportgruppen und Geheimbünden, der "Schwarzen Reichswehr" und den Fememördern; aber auch mit einer Justiz, die all deren Verbrechen und Schandtaten deckte und eine Bestrafung der Täter in aller Regel verhinderte.

ISBN 978-3-89438-621-4    12,90 €  Portofrei     Bestellen

Die Folge: Bereits vor der so genannten Machtergreifung wurde Gumbel von einer Phalanx aus Korporations- und Nazi-Studenten sowie rechtsgerichteten Professoren von der Hochschule vertrieben. Dietrich Heither erinnert an einen Demokraten, der den Mut aufbrachte, die Mörder von rechts und ihre Hintermänner beim Namen zu nennen, und dabei mehrfach auch seine persönliche Existenz aufs Spiel setzte.

 

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Besser eine Kohlrübe Vor 85 Jahren wurde der Pazifist Emil Julius Gumbel aus der Universität Heidelberg gejagt. So wie er es tat, durfte des Weltkriegs nicht gedacht werden Von Otto Köhler → Junge Welt 05.08.2017

Statistiker Emil Gumbel Rechnen gegen den Terror Er kämpfte mit Zahlen - und riskierte dabei sein Leben. 1922 untersuchte der Mathematiker Emil Julius Gumbel Hunderte politische Morde in der jungen Weimarer Republik und offenbarte schonungslos die Willkür der deutschen Justiz. Dann nahm seine Karriere in Deutschland abrupt ein Ende. Von Daniel Furth → SPON 27.04.2012

 

Erstellt: 26.08.2017 - 02:58  |  Geändert: 31.03.2019 - 19:00

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